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Nord Neue Hoffnung für Hauptgüterbahnhof in der Nordstadt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Neue Hoffnung für Hauptgüterbahnhof in der Nordstadt
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00:15 23.01.2013
Von Andreas Schinkel
Ein italienischer Feinkosthändler aus Hamburg soll das Gelände um den Güterbahnhof in der Nordstadt wieder beleben. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Andronaco war schon vor einem Jahr im Gespräch, doch damals missfiel der Stadt Hannover das Konzept des Lebensmittelhändlers. Man befürchtete allzu starke Konkurrenz für die Geschäftsleute in der City und am Engelbosteler Damm. Jetzt achte man darauf, heißt es vonseiten der Aurelis, nicht zu viele Überschneidungen in der Angebotspalette zuzulassen. Man suche nicht die Konkurrenz, sondern die „Ergänzung“ zum bestehenden Einzelhandel in der Nachbarschaft.

Die Stadt und Andronaco bestätigen lediglich, dass es Gespräche gibt. Von Seiten der Aurelis, einst ein Tochterunternehmen der Bahn, klingt die Bewertung euphorischer. „Wir sind auf einem aussichtsreichen Weg“, heißt es. Zudem stehe man mit weiteren Interessenten in Verhandlung.

Noch im Herbst vergangenen Jahres erwog Aurelis einen Abriss großer Teile der Halle. „Der wird immer unwahrscheinlicher“, sagt ein Unternehmenssprecher. Einziger Lichtblick in der riesigen Halle ist bisher die Post. Sie eröffnete 2008 in einem Neubau unter dem Hallendach ihren stadtweit größten Zustellpunkt und die größte Schließfachanlage niedersachsenweit. Doch die Poststelle füllt nur ein Siebtel der Bahnhofshalle. Aurelis plant nun, zunächst den nördlichen Bereich der Halle, also das Areal um die Post herum, „attraktiv zu gestalten“. Die Belebung soll eine „Ankerfunktion“ für weitere Interessenten erfüllen, die dann die hinteren Bereiche des Gebäudes bespielen. Letztlich müsse das „Gesamtensemble“ stimmen, heißt es.

Größte Hürde dürfte ein solides Finanzkonzept sein. Denn Interesse an der Bahnhofshalle hatten schon viele. So konnte sich vor zwei Jahren der Basketballverein UBC Tigers vorstellen, die Halle in eine Heimspielstätte umzuwandeln. Doch die Verhandlungen scheiterten letztlich an den Kosten für das Vorhaben. Auch das Küchenmuseum hatte vor einigen Jahren mit einem Standort im ehemaligen Güterbahnhof geliebäugelt, die Pläne aber wieder verworfen.

Einen herben Rückschlag für die Immobilie musste Aurelis vor zweieinhalb Jahren hinnehmen. Bund und Land strichen ihr Fördergeld für städtische Umbauprogramme zusammen, Hannover musste auf fast acht Millionen Euro für den Hauptgüterbahnhof verzichten.

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