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Neues Jugendzentrum für Vinnhorst und Ledeburg im Gespräch

Offene Jugendarbeit Neues Jugendzentrum für Vinnhorst und Ledeburg im Gespräch

Neben dem geplanten Geschäftszentrum „Neue Mitte Vinnhorst“ an der Mecklenheidestraße könnte ein neues Jugendzentrum entstehen, so die Überlegungen der Stadt. Der neue Standort würde die beiden Stadtteile Vinnhorst und Ledeburg besser verbinden.

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Das Jugendzentrum Bunker in der Mecklenheidestraße ist derzeit geschlossen. Es ist fraglich, ob es je wieder eröffnet wird.

Quelle: Teetz

Vinnhorst. Noch arbeitet die Stadt an ihrem neuen Konzept für die offene Kinder- und Jugendarbeit in Hannover. Aber zumindest in Vinnhorst und Ledeburg zeichnet sich eine Veränderung ab: Die Verwaltung spielt mit dem Gedanken, neben dem geplanten Nahversorgungszentrum „Neue Mitte Vinnhorst“ an der Mecklenheidestraße ein neues Jugendzentrum einzurichten. Die beiden in der Nähe gelegenen Jugendtreffs „Bunker Mecklenheide“ und am Vinnhorster Rathausplatz könnten damit überflüssig werden.

Wie berichtet, wird derzeit in ganz Hannover der Bedarf für eine offene Jugendarbeit auf den Prüfstand gestellt. Mit Herrenhausen-Stöcken, Linden-Limmer und Südstadt-Bult hat sich die Verwaltung zunächst drei Modellbezirke vorgenommen. „Im Herbst wird der Bericht darüber vorgelegt“, sagte Sven Berger vom städtischen Fachbereich Jugend und Familie in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Nord. Im nächsten Jahr sollen auch die nördlichen Stadtteile genauer untersucht werden, kündigte er an. Doch das Angebot in Vinnhorst und Ledeburg steht schon jetzt im Fokus der städtischen Jugendarbeiter – aus mehreren Gründen. So ist der „Bunker“ seit April wegen Personalmangels geschlossen, weil ein Betreuer Elternzeit genommen hat. Einen Ersatz hat die Stadt nicht, und so konzentriert sich die Betreuung der Jugendlichen derzeit auf den Vinnhorster Jugendtreff.

Zudem laufen gerade die Planungen für ein Nahversorgungszentrum an der Ecke Mecklenheidestraße/Schulenburger Landstraße. Dafür soll unter anderem ein Teil der Flächen des Ballspielvereins BV Werder umgenutzt werden. Der Verein selbst erhält im Gegenzug ein neues Vereinshaus. Auf seiner Fläche wäre ein neuer Jugendtreff aus städtebaulicher Sicht „wünschenswert“, sagte Stadtplanerin Ingeborg Lampe-Fuhst. „Wer sagt denn so etwas? Die Jugendlichen?“, hakte Thomas Klapproth (CDU) nach. Der Jugendtreff entstünde dann auf einer Fläche, die beiden Stadtteile besser verbinden soll, sagte Lampe-Fuhst. Außerdem halte die Stadt den alten Bunker „aus pädagogischer Sicht nicht mehr für zeitgemäß“, fügte Berger hinzu. Der Bebauungsplan sieht ausdrücklich die Möglichkeit vor, auf dem Gelände auch eine soziale oder kulturelle Nutzung zuzulassen. Nur welcher Art – dazu hatte es bislang noch keine konkreten Wünsche seitens des Bezirksrats oder der Stadtverwaltung gegeben.

Aber noch sind die Umbaupläne für das Gelände des BV Werder nicht in trockenen Tüchern. Ob es dort tatsächlich einen neuen Jugendtreff geben könne, müsse auch innerhalb der Stadtverwaltung noch abgestimmt werden, sagte Berger. „Auch die Finanzierung ist offen.“ Im Bezirksrat herrschte weitgehend Skepsis bei dem Gedanken, die beiden Einrichtungen in Ledeburg und Vinnhorst zugunsten eines neuen Treffs zu schließen. „Ohne Not würde etwas neu geschaffen, was es ja jetzt schon gibt“, sagte Klapproth.

Marcel Schwarzenberger

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