Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Nordstadt-Konzerte wieder zu Hause

Konzertreihe Nordstadt-Konzerte wieder zu Hause

Der Gründer der Nordstadt-Konzerte freut sich auf eine baldige Rückkehr in die alte Heimat. Wegen Bauarbeiten in der Lutherschule mussten die Konzerte seit Ende 2009 in die Südstadt ausweichen. Schon nach den Sommerferien soll das erste Konzert wieder in der Nordstädter Schule stattfinden.

Hannover Nordstadt 52.381175 9.726957
Google Map of 52.381175,9.726957
Hannover Nordstadt Mehr Infos
Nächster Artikel
Ein Garten voller Überraschungen

Hans-Christian Euler, Initiator der Nordstadt-Konzerte und Violinist im Staatsorchester Hannover, freut sich über die Rückkehr in die Nordstadt.

Quelle: Behrendt/ Teetz

Nordstadt. Die Nordstadt-Konzerte können schon bald wieder dort stattfinden, wo sie hingehören: in der Nordstadt. Denn die Aula der Lutherschule wird laut Aussage von Stadtsprecher Klaus Helmer nach den Sommerferien wieder freigegeben. Weil die Verwaltung eine neue Fluchttreppe einbauen lassen musste, konnte der Schul- und Veranstaltungsraum seit Dezember 2009 nicht genutzt werden. Änderungen in der Brandschutzverordnung hatten den Bau der Treppe, die unter anderem von der Aula im zweiten Stock in den Innenhof führt, notwendig gemacht.

„Wir freuen uns“, sagt der Gründer der Nordstadt-Konzerte, Hans-Christian Euler. „Für uns ist das eine sehr gute Nachricht.“ Allerdings können bis auf Weiteres maximal 200 Besucher in die Aula kommen. Bei Konzerten in der Tellkampfschule in der Südstadt, in die die Musiker in den vergangenen eineinhalb Jahren ausgewichen waren, kamen manchmal bis zu 400 Zuschauer. Für Euler aber überwiegt das Positive, deswegen freut er sich auf eine baldige Rückkehr in die alte Heimat. „Wir müssen jetzt natürlich noch mit der Lutherschule verhandeln. Aber wenn vonseiten der Schule nichts dagegen spricht, möchten wir bereits unser nächstes Konzert gern wieder in der Aula geben.“ Unter anderem steht im Herbst ein Konzert mit dem Tenor Markus Schäfer, der als Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover lehrt und schon weltweit Konzerte gegeben hat, auf dem Programm.

Aula und Fluchttreppe sind aber nicht die einzigen Baustellen in der Lutherschule. Derzeit saniert die Stadt auch die Sporthalle des Nordstädter Gymnasiums. Der Anbau vor der Sporthalle wird durch ein neues Gebäude ersetzt. Darin sollen unter anderem naturwissenschaftliche Fächer unterrichtet werden, dementsprechend werden dort Fachräume eingerichtet. Auch auf eine Mensa können sich Schüler und Lehrer freuen.

Im Rahmen dieser Gesamtsanierung bekommt die Aula noch eine neue Belüftung und einen Rauchabzug. Außerdem muss die Stadt die Brandmeldeanlage erweitern. Erst wenn dies alles vollendet ist, dürfen wieder mehr als 200 Schüler in die Aula. Die Gesamtkosten für die zweiläufige Fluchttreppe aus Stahl, die mit Zwischenpodesten an alle Etagen – Erdgeschoss bis 3. Obergeschoss – angeschlossen wurde, betragen 180 000 Euro. Diese Summe hatte die Stadt eingeplant.

Dass der Bau der Treppe so lange gedauert hat, erklärt sich aus einem Rechtsstreit. Für den Baubeginn war zwingend, dass die Nachbarn dem Bau zustimmen. Einige Anwohner aus den anliegenden Wohneinheiten hatten aber eine Antwort an die Stadt verweigert. Erst nachdem mehrere Fristen und damit wertvolle Zeit verstrichen waren, konnte sie schließlich mit dem Bau der Treppe beginnen – auch damit die Musik nun wieder in der Nordstadt spielt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nord
Von Redakteur Kristian Teetz