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Nord Lutherschule bekommt Anbau in Kubusform
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Lutherschule bekommt Anbau in Kubusform
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18:00 16.09.2018
So soll der Anbau der Lutherschule aussehen. Quelle: Alexander Elgin Koblitz
Nordstadt

Die Lutherschule bekommt einen Anbau in Kubusform mit Klinkerfassade und großen Fenstern. Das fünfgeschossige Gebäude wird von dem Berliner Architekturbüro Kleyer.koblitz.letzel.freivogel entworfen. Das Team setzte sich im Wettbewerb gegen 14 andere Büros durch, wie die Stadt jetzt mitteilte. Wegen der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren braucht die Lutherschule – wie auch die anderen Gymnasien in der Stadt – mehr Platz.

Außenstelle wird aufgelöst

Ende 2021 bekommt die Schule ihren Kubusanbau, der insgesamt 2000 Quadratmeter Nutzfläche enthalten wird. Gleichzeitig soll in diesem Zug die Außenstelle an der Grundschule An der Uhlandstraße aufgelöst und am Hauptstandort An der Lutherkirche zusammengeführt werden.

Künftig können an dem vierzügigen Gymnasium rund 1100 Schüler unterrichtet und im Ganztagsbetrieb betreut werden. Im Anbau sind neben allgemeinen Klassenräumen auch Fach- und Differenzierungsräume sowie Flächen für den Ganztagsbetrieb. Die Außenfläche haben die Berliner Planer zusammen mit Landschaftsarchitekten gestaltet.

Der Vorplatz des Gebäudes am Engelbosteler Damm soll als in den Stadtraum ragendes Plateau gestaltet werden und die transparente Raumzone im Erdgeschoss eng mit den Freianlagen verzahnen, so die Architekten. Foyer und Flure erhalten freie Lernzonen an den verglasten Fassadenseiten. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss befindet sich der Ganztags- und Kunstbereich, im zweiten und dritten Obergeschoss sind die „Lernhäuser“ der Jahrgangsstufen und im vierten Obergeschoss die naturwissenschaftlichen Fachräume.

Bauherr ist das Gebäudemanagement der Stadt Hannover. Bis Ende Mai 2019 wird die bestehende Flüchtlingsunterkunft an diesem Standort weiterbetrieben, bis voraussichtlich Ende Juni 2019 sollen die Container dann abgebaut werden. Anschließend soll möglichst zeitnah mit dem Bau des Schulgebäudes begonnen werden. Wenn der Anbau fertig ist, dürfte der erste G9-Jahrgang bereits auf Studien- oder Ausbildungsplatzsuche sein. Die Prüfungen sind bereits im Frühjahr 2021.

Nur neun von 17 Gymnasien haben rechtzeitig genug Platz für ihren neuen Jahrgang, an acht Standorten werden die Baumaßnahmen nicht rechtzeitig fertig – wie an der Lutherschule.

Kommentar: Gerade rechtzeitig

Besser spät als nie: Die Lutherschule bekommt einen hellen, lichtdurchfluteten Anbau. Alle Gymnasien in Hannover brauchen in den nächsten Jahren mehr Platz, weil die Schulen wieder zum Abitur nach 13 Jahren zurückkehren. Damit muss ein Jahrgang mehr im Gebäude untergebracht werden. Zwar wird der Erweiterungsbau erst dann fertig, wenn der erste Jahrgang, der G 9 macht, die Schule schon verlassen hat.

Aber 16 Gymnasien – das Gymnasium Limmer als 17. Standort ist ohnehin eine Schule im Aufbau – entsprechend umzurüsten, ist eine Mammutaufgabe für die Bauabteilung. Das dauert. Die Stadt hat mit jedem Gymnasium ausführlich besprochen, was an Um- und Ausbauten nötig ist. Allerdings hat sie sich dafür auch lange Zeit gelassen, das Umbauprogramm wurde erst in diesem Frühjahr detailliert im Schulausschuss vorgestellt. Elternvertreter empfanden das zu Recht als zu spät.

Mehr Platz brauchen die Schulen nicht nur wegen G 9, sondern wegen der Umstellung auf Ganztagsbetrieb und der Inklusion. Schüler mit Förderbedarf, und nicht nur die, brauchen Raum, um sich zurückzuziehen, zu entspannen und sich den Stoff im eigenen Lerntempo anzueignen. An der Lutherschule ist das bald nicht nur im denkmalgeschützten Gebäude an der Lutherkirche, sondern auch im modernen Anbau am Engelbostler Damm möglich. Das wird auch Zeit.

Von Saskia Döhner

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