Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nord Neue Betriebsstätte versorgt die Stadt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Neue Betriebsstätte versorgt die Stadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 23.11.2018
Noch sind die Bauarbeiten im vollen Gange. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2020 geplant. Quelle: Frank Wilde
Nordstadt

 Die neue Betriebsstätte des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha, die derzeit in der Nordstadt gebaut wird, bekommt eine wichtige Bedeutung für ganz Hannover. Nach der Fertigstellung wird in der Gertrud-Knebusch-Straße am Weidendamm die Stadtreinigung zentral untergebracht. Vor wenigen Tagen war Richtfest, Anfang 2020 soll auf dem neuen Betriebshof die Arbeit starten.

Das Gebäude auf dem Gelände des früheren Hauptgüterbahnhofs wird nach der für Anfang 2020 geplanten Inbetriebnahme die zwei Betriebsstätten in der Brühlstraße und in der Sandstraße ersetzen. „Die Sanierung der beiden alten Betriebsstätten hätte ein Vermögen gekostet“, berichtete Hannovers Ordnungsdezernent Axel von der Ohe, der für die Sauberkeit in der Stadt zuständig ist. Die neuen Gebäude werden insgesamt rund 22 Millionen Euro kosten, überwiegend durch Kredite finanziert.

Der Leiter der Stadtreinigung, Mathias Quast, bezeichnete die künftige Betriebsstätte als „bundesweit einmaliges Vorzeigeprojekt“. Das Betriebsgebäude mit den Sozialräumen für die 150 Mitarbeiter entsteht im Passivhausstandard. Zur neuen Betriebsstätte gehören eine Wagenhalle, eine Waschanlage für die Fahrzeuge der Stadtreinigung, eine Werkstatt sowie eine Halle für den Winterdienst mit Salz und Split.

Das Gebäude mit besonderer Energieffizienz, Eigenversorgung und der Nutzung von Elektromobilität trage erheblich zum Klimaschutzprogramm Hannovers bei, betonte von der Ohe beim Richtfest. Das Betriebsgebäude mit einer Fläche von knapp 1500 Quadratmetern benötige im Vergleich zu herkömmlichen Bürogebäuden bis zu 70 Prozent weniger Energie. „Als kommunales Unternehmen ist sich Aha seiner besonderen Verantwortung bewusst und achtet auf höchstmöglichen Umweltschutz“, sagte Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. Damit leiste der Abfallwirtschaftsbetrieb einen zusätzlichen und nachhaltigen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in der Region Hannover.

Zur autonomen Energieversorgung trägt die Nutzung von Erdwärme bei. Die 20 Erdwärmesonden reichen 100 Meter in die Tiefe. Damit wird 70 Prozent des Wärmebedarfs des Gebäudes abgedeckt. Auf den Dächern des Sozialgebäudes und der Halle wird eine Photovoltaikanlage installiert. Mit dem dort erzeugten Strom werden an elf Ladesäulen Elektrokehrmaschinen und E-Autos geladen sowie die akkubetriebenen Laubpuster versorgt. Überzähliger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Sogar die Fahrzeuge werden umweltfreundlich gereinigt: Aha fängt das Regenwasser von den Dachflächen auf und versorgt damit die Hochdruckreiniger.

Die Entscheidung für den Neubau fiel nach langwierigen Grundstücksverhandlungen im Jahr 2013. Nach einem Architektenwettbewerb wurde im April der Grundstein gelegt.

Wertstoffhof: Verlegen oder sanieren

Aha plant, seinen Wertstoffhof in der Mecklenheidestraße in mittel- bis langfristig zu sanieren oder zu verlegen. Dies teilte Sprecherin Helene Herich auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Der Hof entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen. Dem Vernehmen nach soll Edeka Wucherpfennig das Gelände bereits gekauft haben, um mit seinem Markt aus der Köhnsenstraße in der Nähe des VW-Werks dorthin zu ziehen. Beide Unternehmen wollten dies allerdings weder bestätigen noch kommentieren. Grundsätzlich seien sie aber immer an interessanten Standorten für die langfristige Ansiedlung von Edeka-Märkten interessiert, sagt Unternehmenssprecherin Bettina Stolt.

Von Mathias Klein

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwölf von 47 Statuen der Grotte in Herrenhausen sind zur Reparatur in den Raum Paris unterwegs. Eine Überarbeitung der von Künstlerin Niki de Saint Phalle geschaffenen Werke war nötig – und nur eine Werkstatt hat die Lizenz.

24.11.2018

Riesiges Areal in Leinhausen wird versteigert – zum Spottpreis ab rund 6,29 Euro pro Quadratmeter. Doch im Untergrund lauern Tücken.

23.11.2018
Nord Herrenhausen-Stöcken - Bezirksrat fühlt sich übergangen

Bei der Haushaltsdiskussion in Herrenhausen-Stöcken überwiegt der Frust. Die Kommunalpolitiker fühlen sich von der Verwaltung nicht ernst genommen.

17.11.2018