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Projekt "Vahrenwald TV" bietet Filmkurse für Schulen und Verbände

Vahrenwald Projekt "Vahrenwald TV" bietet Filmkurse für Schulen und Verbände

„Vahrenwald TV“ heißt das neue Projekt der Stadt, durch das Filmfans zu echten Filme-Machern werden können. Schulen, Vereine und Verbände sind dazu aufgerufen, sich mit ihren Ideen an das TV-Team zu wenden - um dann selbst unter fachkundiger Anleitung zu drehen und zu schneiden.

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Die Teilnehmer bereiten den Film-Kurs von Vahrenwald TV vor.

Quelle: Stavesand

„Vahrenwald TV“ heißt das neue Projekt der Stadt, durch das Filmfans zu echten Filme-Machern werden können. Oscarreife wird dabei zwar nicht angestrebt, aber Laien können lernen, wie viel Arbeit hinter einem guten Film steckt. Eine gute Kamera ist zwar eine nicht unwichtige Voraussetzung, aber eben auch nicht mehr als ein Werkzeug für den Dreh. „Man muss vor allem wissen, was man warum tut“, sagt George Speckert vom Fachbereich Bildung und Qualifizierung. Er betreut mit Magret Michaelsen das von der Stadt finanzierte Projekt im Freizeitheim Vahrenwald. Jeder Teilnehmer kann mit dem Team seine Themen und Ideen filmisch umsetzen. Dazu muss er nur zwei Voraussetzungen erfüllen: Erstens soll der Plot mit Vahrenwald zu tun haben; zweitens darf es bei dem verwendeten Material keine urheberrechtlichen Probleme geben, das heißt unter anderem, Kopien sind absolut indiskutabel.

Durch dieses neue Angebot sollen Schulen gezielt Medienkompetenz vermitteln, was im regulären Unterricht in diesem Umfang kaum realisierbar ist. Aber auch Vereine oder Verbände sind dazu aufgerufen, sich mit ihren Ideen an das TV-Team zu wenden. Porträts von Einrichtungen oder Menschen böten sich an, so Speckert. Das Team bietet begleitend Schulungen an. Die Teilnehmer können in einem zweistündigen Kurs lernen, wie ein Film gedreht wird. Sie werden dabei redaktionell sowie technisch geschult. Von der richtigen Vorgehensweise beim Interview bis hin zum perfekten Schnitt lernen die Laien-Regisseure alles, was mit dem Filmen zu tun hat. Aber Speckert geht noch einen Schritt weiter. Er möchte die Bürger für die Medien sensibilisieren: „Die Menschen sollen medienkritischer werden und eine Portion Skepsis dem gegenüber entwickeln, was im Fernsehen zu sehen ist.“ Er vermittele in seinen Kursen daher auch den kritischen Umgang mit den Medien.

Das Drehen eines Films verlaufe immer nahezu nach dem gleichen Muster, erläutert der Film-Profi. Nach der Idee kommt zunächst die redaktionelle Arbeit: Gemeinsam wird besprochen, um welche Art von Film es sich handelt und wie das Drehbuch aussehen soll. Danach geht es an die Technik: Wie wird das Mikrofon richtig gehalten, wie findet man den perfekten Bildausschnitt und wie entsteht ein guter Klang? Diese Fragen erarbeitet das Team mit den Anwesenden gemeinsam. „Learning by Doing ist zwar wichtig und richtig, eine Hilfestellung im Hintergrund muss jedoch immer abrufbar sein“, erklärt Speckert.

Wenn die Teilnehmer technisch geschult sind, können sie mit Kamera und Mikrofon selbstständig agieren. „Einer aus dem TV-Team hält sich aber immer in der Nähe auf, um Hilfestellung zu geben“, versichert Speckert. Ist der Dreh abgeschlossen, wird das Material geschnitten. Dieser Teil der Produktion wird zeitlich oft unterschätzt. Wie lange ein Projekt dauert, lasse sich sowieso kaum einschätzen, sagt Speckert. Ein Mittelwert für Dreh und Schnitt sind jeweils drei Tage. Zeitliche Kapazitäten, aber auch das Wetter und die Situation vor Ort spielten eine große Rolle. Der Mitarbeiter der Verwaltung warnt grundsätzlich vor zu viel Hektik: „In dieser schnelllebigen Welt sollten sich die Teilnehmer die nötige Zeit für einen guten, ausgereiften Film nehmen.“

Wer Ideen und Interesse hat, kann sich bei George Speckert unter der Telefonnummer 16 84 58 66 oder bei Magret Michaelsen unter 16 84 38 61 melden. Darüber hinaus wird am Mittwoch, 13. April, von 16 bis 18 Uhr ein kostenloser Kurs im Freizeitheim Vahrenwald, Vahrenwalder Straße 92, angeboten.

Meena Stavesand

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