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Schüler starten Serviceunternehmen

Junior-Unternehmer Schüler starten Serviceunternehmen

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat zusammen mit Lutherschülern aus der Nordstadt die bundesweite Gründerwoche eröffnet. Ein Jahr lang werden sich die Schüler mit einer Servicefirma als Junior-Unternehmer versuchen.

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Steigende Erwartungen: Die beiden Wirtschaftsminister Jörg Bode (l.) und Philipp Rösler werben gemeinsam mit dem Unternehmernachwuchs von der Lutherschule für Existenzgründungen.

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Nordstadt. Die Jungunternehmer der Lutherschule aus der Nordstadt haben den Start des Geschäftsjahres in prominenter Gesellschaft gefeiert: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und sein niedersächsischer Amtskollege Jörg Bode eröffneten zusammen mit dem Politikkurs der zehnten Jahrgangsstufe die Gründerwoche des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Bei der Auftaktaktion des deutschlandweiten Projekts vor dem Alten Rathaus in Hannover ließen Schüler und Politiker gemeinsam Luftballons in den Himmel steigen, um für Existenzgründung zu werben.

Die Lutherschüler versuchen sich im Rahmen ihres Politikunterrichts ein Jahr lang als Unternehmensgründer. Sie haben das Junior-Unternehmen „Luther-Diversity“ gegründet, das Serviceleistungen für die Schule anbietet.

„Wenn irgendwelche Veranstaltungen anstehen, organisieren wir Essen und Trinken“, beschreibt Schüler und Vorstandsmitglied Armando Baumgart das Firmenziel. „Sport- und Eventmanagement“ nennt es sein Vorstandskollege Gerold Qoli. „Unser Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln, aber auch Geld zu verdienen“, meint Qoli.

Dazu haben die Schüler ihr Serviceunternehmen zweigliedrig aufgestellt. Zum einen organisieren sie das Catering bei Schulveranstaltungen, zum anderen betreiben sie in den Pausen einen Schulkiosk. Dort verkaufen sie verschiedene Lutherschulen-Artikel wie etwa Kugelschreiber oder T-Shirts mit dem Namenszug der Schule, aber auch ganz typische Kioskprodukte. „Wir wollen noch viel mehr machen. Wir stehen ja erst am Anfang“, meint Qoli. Bis zum Ende des Schuljahres haben die Schüler noch Zeit, ihre Ideen zu verwirklichen.

Das erste Eventmanagement haben die Zehntklässer bereits hinter sich gebracht. Bei einer Fortbildungsveranstaltung für Lehrer im September in der Lutherschule organisierten sie das Büfett. Ihren nächsten Catering-Auftrag erledigen sie beim Weihnachtskonzert des Nordstädter Gymnasiums am 19. Dezember.

Die Schülerfirma „Luther-Diversity“ teilt sich in vier Abteilungen auf: Marketing, Finanzen, Verwaltung und Technik. Die Unternehmensausrichtung bestimmt ein Vorstand. Das Startkapital hat das Junior-Unternehmen durch Aktienscheine erhalten. 90 Aktien zu jeweils zehn Euro wurden ausgegeben. Anteilseigner sind Lehrer, Eltern und Schüler. „Also alle, die in unsere Schülerfirma Vertrauen gesetzt haben“, sagt Qoli. Am Ende des Geschäftsjahres werde der Gewinn wieder an die Aktionäre verteilt.

Politiklehrer Peter Böhm ist der gute Geist des Unternehmens. Er hat bereits mit anderen Kursen Junior-Unternehmen gegründet und dabei gute Erfahrungen gesammelt, die Schüler auf diese Weise an das Thema „Wirtschaft“ heranzuführen. „Es ist die beste Möglichkeit, eine ansonsten eher trockene Materie in der Praxis zu vermitteln“, sagt Böhm.

Christian Link

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