„Seepferdchen sind eigentlich Jäger, die ihre Beute lebend zu sich nehmen“, sagt David Garcia, biologischer Leiter in dem Aquarium. Zur Nahrung von Seepferdchen gehören Salzkrebse und winzige Garnelen.
Manchmal, erläutert Garcia, sei eine Lebendfütterung aber nicht möglich. Dann werde totes Futter ins Becken geschüttet. Da die Seepferdchen aber manchmal nicht schnell genug sind, fällt das Futter zu Boden und das Becken wird schmutzig. „Um dies zu vermeiden und auch um die Futteraufnahme zu verbessern, wurde die Futterkrippe entwickelt“, sagt Garcia. Die Krippe ist ein Acrylrohr, das an der unteren Seite mit einer Platte mit runden Löchern abgeschlossen ist. Diese erinnert an die Wählscheibe eines Telefons. In diese Löcher haken sich die Tiere mit ihren Greifschwänzen ein und können die Nahrung aus dem Rohr zu sich nehmen.
Die Gewöhnung funktioniert offenbar. „Bereits nach einigen Tagen zeigten die Seepferdchen wachsendes Interesse“, berichtet Garcia. Hannover war zunächst die einzige Stadt, in der das Projekt getestet wurde. Nun werden die Seepferdchen aller Sea-Life-Standorte in Deutschland an die neue Fütterungsmethode gewöhnt. Im Aquarium in der Herrenhäuser Straße 4 a füttert man die Tiere täglich um 13 Uhr – und neuerdings freuen sich diese sogar, wenn sie beim Essen in die Röhre schauen.