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Stadt Hannover baut historische Straßenlaternen ab

Herrenhausen Stadt Hannover baut historische Straßenlaternen ab

Anwohner des Morgensternwegs in Herrenhausen müssen sich nach langer Zeit in vertrauter Umgebung an neue Straßenlaternen gewöhnen: Der Stromversorger Enercity hat dort eine neue Beleuchtung installiert.

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Auf diesem Bild aus den 60er Jahren, das die Anwohnerin Bettina Christfreund zur Verfügung gestellt hat, sind die Originallaternen zu sehen.

Hannover. Anwohner des Morgensternwegs in Herrenhausen müssen sich nach langer Zeit in vertrauter Umgebung an neue Straßenlaternen gewöhnen: Der Stromversorger Enercity hat dort in der jüngsten Zeit Leitungsarbeiten durchgeführt. Im Rahmen dessen wurden auch neue Laternen installiert.

Vor Kurzem kritisierte die SPD-Fraktion im Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken in einer Anfrage an die Verwaltung die neue Straßenbeleuchtung. „Da die Häuser unter Denkmal-Ensembleschutz stehen, sollten hier auch wieder passende Laternen installiert werden“, forderten die Sozialdemokraten. „Die Laternen passen optisch nicht ins Bild des ensemblegeschützten Bereichs.“ Dieser Kritik schließt sich Anwohnerin Bettina Christfreund an. Die Kita-Leiterin hat ein besonderes Interesse am Erhalt des ursprünglichen Zustands, da ihr Vater als früherer Leiter des städtischen Hochbauamts einer der Erbauer dieses Ensembles war.

Die Stadt allerdings beruft sich bei ihrer Entscheidung auf die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Aus diesem Grund sei eine neue Beleuchtungsanlage notwendig gewesen. „Neben dem Umstieg auf Leuchten besseren Wirkungsgrades wurden die in den Privatflächen aufgestellten Anlagen nunmehr im öffentlichen Straßenraum platziert“, heißt es wörtlich in der Antwort der Verwaltung. Zuvor standen die alten Laternen, die auf dem obigen Bild zu sehen sind, auf Privatgrundstücken. Die neuen Standorte, so die Stadt weiter, hätten sich „aus den lichttechnischen Erfordernissen und den individuellen örtlichen Möglichkeiten“ ergeben. Die historischen Lampen wieder aufzustellen sei deshalb nicht möglich, weil „dann die Hälfte ihres Lichtes die Privatflächen unnötig erhellen würde“. Dieses würde einer effizienten Nutzung von Energie widersprechen.

Beruhigen konnte die Stadt dagegen die Anwohner, die sich um den Zustand des Straßenbelags sorgen. Das historische Klinkerpflaster, das für die Leitungsarbeiten aufgerissen und zunächst notdürftig mit grobem Splitt aufgefüllt wurde, wird wieder originalgetreu hergestellt.

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Von Redakteur Kristian Teetz