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Nord Reitverein Hannover steht vor ungewisser Zukunft
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Reitverein Hannover steht vor ungewisser Zukunft
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19:02 23.02.2018
Der Reitsport hat auf dem Gelände schon seit 1924 Tradition. Quelle: Archiv
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Vahrenheide

Viel Grün, galoppierende Pferde und bunte Hindernisse auf der Rennbahn – dieses Bild prägt das Reiterstadion am Vahrenheider Markt. Noch zumindest, denn der Reiterverein Hannover am Großen Kolonnenweg sorgt sich um sein Grundstück. Zwar gilt der laufende Vertrag für die 12 Hektar große Fläche noch bis Ende 2033. Da der Verein allerdings das Dach einer Reiterhalle instand setzen muss, wird eine längere Laufzeit benötigt. Sonst bekämen die Reitsportler die Arbeiten nicht finanziert, so Iris Dewitz, erste Vorsitzende vom Reiterverein. „In dem jetzigen Zustand ist das Dach undicht, daher ist eine Erneuerung dringend notwendig.“

Damit der Verein bei Banken eine Finanzierung für die Arbeiten erhalten kann, müssen die Reitsportler bis mindestens 2043 über das Grundstück verfügen können. Das wären zehn Jahre mehr, als es der aktuelle Pachtvertrag vorsieht. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand um Iris Dewitz schon im Jahr 2016 für eine Verlängerung eingesetzt – bis jetzt allerdings ohne Ergebnis. 

Stadt will lieber Wohnraum schaffen

Das Problem für den Verein: Die Stadt kann sich auf der Fläche mit einer Größe von etwa 16 Fußballfeldern langfristig Wohnraum vorstellen. Daher hatte der Rat der Stadt das Gelände vor einiger Zeit als sogenannte Wohnungsbau-Vorschaufläche eingeplant. Das sind Flächen, die kurz-, mittel- und langfristig für Wohnraum genutzt werden könnten. Um den Vertrag mit dem Reiterverein zu verlängern, müsste der Rat das Grundstück aus diesem Konzept herauslösen. Der dafür notwendige Antrag des Vereins mit Argumenten für die Verlängerung des Pachtvertrags sei auch eingegangen, sagt Stadtsprecher Udo Möller. „Ob eine notwendige Dachreparatur ausreichend sein wird, die Fläche aus dem Konzept zu löschen, muss abgewartet werden“. Derzeit werde der Antrag noch geprüft.

Iris Dewitz zeigt sich indes optimistisch, dass der Vertrag verlängert wird. Seit 1924 gibt es den Reitverein am Großen Kolonnenweg. „Wir sind stark vor Ort verwurzelt und arbeiten eng mit umliegenden Schulen zusammen“, erzählt die Vorsitzende. Sollte es keinen neuen Pachtvertrag geben, würde das nicht nur im Verein große Widerstände hervorrufen. „Auch die Schulen und Familien hier im Stadtteil wären damit sicher nicht einverstanden“, ist sich Dewitz sicher. Sie hofft, die Stadt mit diesen Argumenten zu überzeugen.

Von Maximilian Hett

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