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Stadtteilprojekt „Musik in Stöcken“ gestartet

Musik verbindet Stadtteilprojekt „Musik in Stöcken“ gestartet

Ob Chorgesang oder Rockband - beim Projekt „Musik in Stöcken“ ist alles erwünscht. Das gemeinsame Musizieren der Stadtteilbewohner soll die nachbarschaftlichen Beziehungen im Viertel über Altersgrenzen hinweg vertiefen.

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Die Initiative „Musik in Stöcken“ fördert verschiedene Bands und Chöre im Hannoveraner Stadtteil.

Stöcken. Ein bisschen eng war es schon bei der Auftaktveranstaltung des Projekts „Musik in Stöcken“ im Stöckener Freizeitheim. Weil der große Saal aufgrund baulicher Mängel weiterhin gesperrt ist, mussten die Gäste im kleinen Saal feiern. Vor allem beim Auftritt des gemischten Chors mit seinen 30 Mitgliedern zwischen fünf und 80 Jahren stieß die improvisierte Bühne an ihre Grenzen. Musikern und Gästen machte die Veranstaltung aber auch auf beengtem Raum sichtlich Spaß.

Trotz der Sperrung des Saals wollten die Organisatoren nicht vom Veranstaltungshaus an der Eichsfelder Straße abrücken. „Wir haben uns das Freizeitheim gezielt ausgesucht, weil es ein herausragender Ort für den Stadtteil und das Projekt ist“, sagte Koordinator Oliver Thiele. Er ist Projektbeauftragter für Musik der Stadt Hannover und in diesem Jahr kommissarischer Leiter von „Musik in Stöcken“. Im kommenden Jahr übernimmt das Musikzentrum Hannover als Träger der Initiative die Koordination.

Das Ziel von „Musik in Stöcken“ beschreibt Thiele in wenigen Worten: „Musik ist das Medium, um die nachbarschaftlichen Beziehungen in Stöcken zu vertiefen.“ Vorbild sei das Projekt „Musik in Hainholz“, das schon seit mehr als fünf Jahren gute Arbeit leiste. „Wir haben die Stadtteilbewohner näher zusammengebracht. Es sind sich Menschen begegnet, die vorher keinen Kontakt zueinander hatten“, weiß die Hainhölzer Projektleiterin Denise Kahlmann. Dass dies auch im Nordwesten der Stadt funktionieren kann, zeigte die Auftaktveranstaltung im Freizeitheim. Verschiedene Projektgruppen, die im Rahmen von „Musik in Stöcken“ gefördert werden, gaben dabei einen kleinen Einblick in ihre Arbeit; das Repertoire reichte von Chorgesängen bis zu Rockmusik.

Das Teilnehmerfeld war weit gefächert. Das Chorprojekt „Stöcken singt“ der Grundschule Fuhsestraße, an dem auch verschiedene Seniorenclubs beteiligt sind, machte im Freizeitheim ebenso Musik wie diverse Jugendbands. Die Kinder und Senioren teilten sich mit den Mitgliedern vom russischen Musikprojekt „+ 3“, der „Stöcken-Allstars-Band“ des Jugendzentrums „Opa Seemann“ sowie den Percussions- und Rap-Gruppen des Jugendtreffs „Inner Burg“ die Bühne.

„Musik in Stöcken“ fördert aber noch weitere Vorhaben im Stadtteil. Dominik Schnitter vom Jugendzentrum Stöcken etwa leitet im Rahmen der Musikinitiative gleich zwei Bandprojekte: Im Rahmen von „Superstars on holiday“ will er zusammen mit Jugendlichen eine Band ins Leben rufen, außerdem coacht er eine gemischte Jugend- und Seniorenband. Auch Axel Deseke vom Rockmobil fährt mit seinem mobilen Rockstudio unterschiedliche Jugendeinrichtungen an, um dort mit den jungen Leuten zu musizieren.

„Es sind aber noch weitere Projekte im Gespräch, wir sind schließlich erst in der Anlaufphase“, sagt Thiele. „Musik in Stöcken“ laufe noch bis 2015 und habe kein statisches Programm, sondern dürfe sich jederzeit verändern. So könnten Projekte hinzukommen oder wegfallen. Um die Ergebnisse der Gruppen vorzustellen, werde es immer wieder öffentliche Veranstaltungen geben. Der nächste Auftritt sei für die Zeit um Weihnachten avisiert, zunächst beginne für die Projektteilnehmer aber die Übungsphase.

„Musik in Stöcken“ ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem mehrere Fachbereiche der Stadt, die Bürgerstiftung, Jugendtreffs und -zentren im Stadtteil, das Quartiersmanagement, das Freizeitheim Stöcken, die Musikschule und das Musikzentrum zusammenarbeiten. Finanziert wird die Initiative durch den Bund und private Sponsoren. Soziale Einrichtungen oder Vereine, die bei „Musik in Stöcken“ teilnehmen möchten, können sich an Oliver Thiele wenden. Er ist unter der Nummer 16 84 70 44 oder per E-Mail erreichbar.

Christian Link

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