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Tätersuche mit Phantombild

Überfall auf Bank in Vahrenwalder Straße


Innerhalb von nur 17 Tagen ist die Commerzbank-Filiale in der Vahrenwalder Straße am Freitagmorgen zum zweiten Mal überfallen worden. Offenbar steckt ein und derselbe Täter hinter den bewaffneten Raubüberfällen.
© Tim Schaarschmidt

Beide Male war der Räuber auffällig verschleiert am Tatort aufgetaucht. Nach Angaben der Ermittler ähnelte das Gewand auf den ersten Blick einer Burka, einem Ganzkörperschleier, wie muslimische Frauen ihn tragen.

Der Täter hatte die Geschäftsräume der Bank am Freitagmorgen gegen 9.30 Uhr betreten, eine Pistole gezogen und sie auf eine 25 Jahre alte Angestellte gerichtet. Der Räuber reichte seinem Opfer eine Plastiktüte und forderte Geld. Mit der Beute konnte er anschließend zu Fuß über die Vahrenwalder Straße in Richtung Innenstadt entkommen; die Fahndung verlief bisher erfolglos.
Bereits am 17. August war es zu einem Überfall mit fast identischem Muster gekommen. Der verschleierte und mit einer Pistole bewaffnete Täter hatte die Filiale gegen 9.40 Uhr betreten, Geld gefordert und war anschließend erfolgreich zu Fuß in Richtung Philipsbornstraße geflüchtet. Damals hatte er zusätzlich zu der Verschleierung eine ausgewaschene Jeansjacke getragen.

Bisher geht die Kriminalpolizei davon aus, dass ein Mann für die Taten verantwortlich ist. „Zumindest die Stimmlage deutet darauf hin“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Statur des etwa 1,70 Meter großen Täters, die sich unter den weiten Stoffbahnen abzeichnet, ist eher schmächtig und könnte auch zu einer Frau gehören.

Nach HAZ-Informationen standen am Freitag die selben Bankangestellten dem Räuber gegenüber, die bereits den Überfall im August hatten durchstehen müssen. „Die Kollegen sind sehr betroffen und werden von einer Psychologin betreut“, sagte eine Sprecherin der Commerzbank. In den kommenden Tagen solle über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in der Filiale in Vahrenwald nachgedacht werden. „Wir müssen sehen, was möglich ist. Selbstverständlich werden schon jetzt alle gesetzlichen Auflagen erfüllt“, sagte die Sprecherin.

Neben den Mitarbeitern hielten sich außerdem fünf Kunden in den Geschäftsräumen auf, als der Täter seine Pistole hervorholte. Etwa eine Stunde nach der Tat und einer ersten Vernehmung durch die Kriminalpolizei verließen sie die Bankfiliale zum Teil unter Tränen und vom Geschehen deutlich gezeichnet. Ein Vater brach in den Armen seiner Familie zusammen, die vor der Tür auf ihn gewartet hatte.

Die Polizei sucht nun nach dem Täter. Der Bankräuber ist etwa 1,70 Meter groß und dünn und spricht ohne auffälligen Akzent. Zu Beginn seiner Flucht muss er noch in das schwarze Gewand gehüllt gewesen sein, dass er dann aber möglicherweise ablegte. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 55 55 entgegen.

vmd

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