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Nord Umbau der Christuskirche beginnt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Umbau der Christuskirche beginnt
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08:50 15.12.2011
Von Kristian Teetz
Nach der Renovierung müssen die Gottesdienstbesucher in der Christuskirche nicht mehr frieren. Quelle: Herzog
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Nordstadt

Die Nordstädter Kirchengemeinde wird ihren vorerst letzten Gottesdienst in der Christuskirche am Neujahrstag feiern. Anschließend beginnt die Innenrenovierung des Gotteshauses am Engelbosteler Damm in der Nordstadt sowie der Umbau zum geplanten „Internationalen Chorzentrum Hannover“. Im Rahmen dessen wird die lang ersehnte neue Heizung in die Kirche eingebaut. Die Nordstädter Protestanten müssen nun bereits den dritten Winter hintereinander in ihrer Kirche frieren.

In der Christuskirche wird im kommenden Jahr ein neuer Konzert- und Probenraum für einen Mädchenchor gebaut, der bisher in sehr beengten Verhältnissen im Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium üben musste. Insgesamt werden für den Umbau, bei dem auch Heizung, Elektronik und Sanitäranlagen erneuert werden sollen, rund 2,1 Millionen Euro veranschlagt. „Wir haben zwar noch nicht den kompletten Betrag zusammen, aber der erste Bauabschnitt kann beginnen“, sagt Pastor Matthias Grießhammer. Und da seien Heizung, Elektroanlagen und Sanitärbereiche dabei. „Es hat ja keinen Sinn, den Bereich für den Chor fertigzustellen und später Wände und Fußboden für Leitungen und Rohre wieder aufzustemmen“, sagt Grießhammer. Deswegen müsse es eine Planung aus einem Guss geben. „Wir haben den Architekten mit den Details für den Umbau beauftragt.“

Die Bauarbeiten sollen zügig vorangehen. „Der Mädchenchor steht unter Zeitdruck und will spätestens im September oder Oktober 2012 einziehen.“ Geplant ist, einen zusätzlichen, rund 160 Quadratmeter großen Raum in der Kirche zu schaffen. Dafür wird der Fußboden angehoben. Dieser soll dann wie eine Freitreppe bis zur Orgelempore ansteigen. Unter der Treppe entsteht der Übungsraum für 100 Sänger.

Während der Arbeiten kann die Gemeinde die Kirche nicht nutzen. „Wir werden im gesamten kommenden Jahr keinen Gottesdienst in der Christuskirche feiern“, sagt Grießhammer. Stattdessen treffen sich die Gläubigen in der Lutherkirche, die ebenfalls zur Nordstädter Kirchengemeinde gehört. Wann genau die Gemeinde zurück in die Christuskirche kann, steht noch nicht fest. „Wir werden die Kirche aber nach dem Umbau wieder für Gottesdienste nutzen“, betont Grießhammer. Auf keinen Fall will die Gemeinde das Gebäude, das im 19. Jahrhundert von Baumeister Conrad Wilhelm Hase entworfen worden war, aufgeben. „Man kann aber sagen, dass wir aus einer reinen Kirche einen Mehrzweckraum machen“, sagt der Pastor.

Der Mädchenchor wird nach dem jetzigen Stand mittwochs und sonnabends den Innenraum der Kirche nutzen. „Vielleicht kommen mit der Zeit ja noch weitere Chöre dazu“, sagt Grießhammer. Die Gemeinde werde aber darauf bestehen, Räume im Turm der Kirche für Angebote wie Posaunen- und Konfimandenunterricht oder den Kinderchor weiterhin nutzen zu können.

Von den 2,1 Millionen Euro, die für den Umbau des Innenraums notwendig sind fehlt dem Vernehmen nach noch rund ein Drittel. Finanziert wird der Umbau nach Aussage des Stadtkirchenverbands von der Nordstädter Kirchengemeinde und dem Stadtkirchenverband Hannover sowie vom Mädchenchor Hannover und weiteren Förderern. Die Kosten tragen Kirche und Mädchenchor zu jeweils etwa 50 Prozent. Um das fehlende Geld einzuwerben, wurde nun ein Förderverein gegründet.

In diesem Winter müssen die Nordstädter den Advent und das Weihnachtsfest aber noch ohne Heizung feiern. Am vierten Advent treffen sich die Gläubigen um 11 Uhr zu einem Kurzgottesdienst. An Heiligabend findet um 15 Uhr das Krippenspiel „Weihnachten unterm Sternenhimmel“ statt, um 17 Uhr die Christvesper und um 23 Uhr die Christmette mit der Kantorei. Am zweiten Weihnachtstag steht um 11 Uhr erneut ein Kurzgottesdienst auf dem Programm. Der vorerst letzte Gottesdienst in der Christuskirche beginnt am Neujahrstag um 18 Uhr.

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