Seit mehreren Tagen protestieren Leiharbeiter von VWN mit einem Hungerstreik gegen die Auflösung ihrer Verträge.
„Wir haben sowohl mit dem Betriebsrat als auch mit dem Vorstand verhandelt“, sagt Yusuf Atac, Sprecher der Gruppe. Da es aber keine weiteren Arbeitsplatzzusagen gebe, würden die sechs Leiharbeiter, die zum Teil seit Freitag im Hungerstreik sind, diese Aktion fortsetzen. Dem Beteiligten, der am Dienstag nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus gebracht werden musste, geht es besser.
Die Zeitarbeitstocher Wolfsburg AG des VW-Konzerns hatte am Dienstag die Verträge von insgesamt 94 der 213 Leiharbeiter verlängert. Sie kommen nicht in Stöcken zum Einsatz, sondern im Wolfsburger Stammwerk, wo in der Personenwagenfertigung Kapazitäten bestehen. Ein Sprecher von VWN bestätigte die Gespräche. „Wir bemühen uns weiter um Jobs für die restlichen Männer“, sagte er.
Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. „Wir kämpfen seit Oktober darum, dass so viel Zeitarbeiter wie möglich in Beschäftigung gehalten werden können“, sagt der Vorsitzende Heinrich Söfjer. Die Auswahl derjenigen, deren Verträge verlängert würden, richte sich nicht nach der Streikbereitschaft, sondern nach den üblichen sozialen Kriterien wie etwa Familienstand und Zahl der Kinder.