Bei einer Versammlung im vergangenen Herbst hatten Anwohner zahlreiche Vorschläge zur Aufwertung des Abschnitts zwischen Vahrenwalder Platz und Dragonerstraße gemacht. Stadtplaner Karl Schuchert erläuterte jetzt im Bezirksrat Vahrenwald-List, welche Wünsche die Verwaltung realisieren will. So sollen die Poller aus den achtziger Jahren im Bereich Vahrenwalder Platz durch moderne Modelle ersetzt und die vielerorts aufgestellten Fahrradbügel auf wenige Plätze konzentriert werden; außerdem soll eine Robinie die kleine Baumreihe in Höhe der Kriegerstraße wieder vervollständigen. Die Kosten schätzt die Verwaltung auf 6000 bis 10.000 Euro.
Insgesamt soll die Fläche einen aufgeräumteren Eindruck machen und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. „Dennoch bleibt der Vahrenwalder Platz natürlich ein viel frequentierter Verkehrsknotenpunkt und eher Kreuzung als Platz“, räumte Schuchert ein. Der könnte immerhin noch ein bisschen aufgewertet werden, wenn die für Bushaltestellen zuständige Werbefirma Ströer zwei alte Wartehäuschen gegen elegantere Exemplare austauscht. „Das hat sie uns für das kommende Jahr zugesagt“, berichtete Schuchert.
Für den Platz vor dem Hallenbad sind ebenfalls nur kleine Veränderungen vorgesehen. Die kleinen Grünflächen sollen von Ein-Euro-Jobbern aus dem städtischen Stützpunkt Hölderlinstraße aufgeräumt und gesäubert werden. Auch werde der Abfallwirtschaftsdienst die Fußwege gründlich reinigen, versprach der Verwaltungssprecher. Gegen einen von einigen Bürgern gewünschten Biergarten sei im Prinzip nichts einzuwenden, meinte Schuchert weiter. In den Sommermonaten sei das grundsätzlich möglich, wenn der Platz für jedermann zugänglich bleibe. Allerdings sei für solch einen Biergarten kein Betreiber in Sicht.
Einem anderen Wunsch aus der Bürgerversammlung erteilte der Stadtplaner dagegen eine klare Absage: Das Relief „Die Tanzenden“ der Künstlerin Elisabeth Förster soll nicht wieder am Freizeitheim angebracht werden. Das Kunstwerk war vor etlichen Jahren im Zuge der Sanierung des Gebäudes entfernt worden. Inzwischen sei es „stark restaurierungsbedürftig“, erläuterte Schuchert. Deshalb mögen sich der Bezirksrat und die Akteure aus dem Freizeitheim doch Gedanken machen, ob es nicht sinnvoll sei, eine andere und zeitgemäßere Skulptur als Wahrzeichen kreieren zu lassen – und das möglichst preisgünstig.
Dieser Vorschlag fand im Bezirksrat aber keine Gegenliebe. Es sei nicht nachvollziehbar, ein neues Kunstwerk zu schaffen, wenn doch ein altes existiere, meinten Wilfried Lorenz (CDU) und Holger Greilach (SPD) – und waren sich überfraktionell einig, dass das Relief aus den siebziger Jahren doch eigentlich zeitlos schön sei.
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