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Nord Vereine warten für Fusion auf Ratsbeschluss
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Vereine warten für Fusion auf Ratsbeschluss
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10:31 11.11.2010

Der Südstädter Sportverein (SV) Eintracht von 1898 hat seine außerordentliche Mitgliederversammlung abgesagt, auf der über die Fusion mit dem VfL Hannover aus der Nordstadt abgestimmt werden sollte. Die Veranstaltung war ursprünglich für den heutigen Donnerstag angesetzt, aufgrund rechtlicher Unklarheiten über die Fusion ist sie jedoch entfallen.

Die beiden Vereine verfolgen die Überlegungen zu einem Zusammenschluss schon seit 2008 – aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen. Der neue Klub wäre mit mehr als 4000 Mitgliedern der drittgrößte Verein in der Landeshauptstadt, nach Hannover 96 und dem Turn-Klubb zu Hannover (TKH). Im Rahmen der Fusion würde der VfL sein Vereinsgelände in der Straße Am Moritzwinkel nahe dem Georgengarten aufgeben und zum SV Eintracht in die Südstadt ziehen.

Eigentümer des Geländes am Moritzwinkel ist die Stadt Hannover bereits, doch der VfL besitzt dort ein Erbbaurecht und ein Vereinsheim mit Kegelbahn sowie eine Garage und Tennisplätze. Als Interessent für das Gelände steht schon die Leibniz Universität bereit, die es als Fläche für ihren Hochschulsport nutzen will und bereits mit der Stadt über einen Kauf verhandelt. Dem VfL wurde als Gegenleistung für den Verzicht auf das Gelände eine sechsstellige Summe in Höhe des aktuellen Verkehrswerts angeboten. Außerdem erhält der Verein das Nutzungsrecht für zwei Faustballfelder auf dem Gelände der Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt.

Zwischenzeitlich waren die Pläne so weit gereift, dass die Mitglieder der beiden Vereine eigentlich nur noch über die Fusion hätten abstimmen müssen. Weil die Stadt in einem Schreiben vom 1. Oktober die vereinbarte Zahlung für das Gelände aber nicht rechtsverbindlich zusagen wollte, berichtet der SV-Eintracht-Vorsitzende Rolf Jägersberg, verzögere sich die Entscheidung. „Denn damit sind Zweifel an der Zusage der Stadt zum Ablösebetrag für das Gelände aufgekommen“, sagt Rechtsanwalt Jägersberg.

Da die beiden Vereine aber auf den Erlös aus dem Verkauf angewiesen sind, wollen die Fusionspartner nun einen offiziellen Ratsbeschluss abwarten, in dem dann eine Summe haushaltsrechtlich verbindlich festgeschrieben ist. „Im Fusionsbericht müssen wir eine genaue Zahl angeben. Außerdem brauchen wir diese Sicherheit, weil wir gemeinsam in die Zukunft investieren wollen“, begründet Jägersberg den Schritt.

Ähnlich äußert sich die VfL-Vorsitzende Hedda Petermann: „Die notwendigen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.“ Eine Mitgliederbefragung sei erst der nächste Schritt. Dieser sei auch beim VfL schon geplant gewesen. Zwar habe der Verein die Mitglieder noch nicht eingeladen, aber der Termin für eine außerordentliche Mitgliederversammlung zum Thema Fusion sei bereits angesetzt gewesen, berichtet Petermann.

„Wir sind davon ausgegangen, dass alles gleichzeitig gehen kann. Das geht auch, aber es ist leider zeitaufwendiger als gedacht“, erklärt Klaus Timaeus, Sport- und Eventmanager der Stadt. Die Drucksache für die politischen Gremien sei bereits in Arbeit; er rechnet damit, dass der Ratsbeschluss im Februar oder März vorliegen wird. „Das ist nur eine Zeitfrage“, meint Timaeus. Ebenso wie der Stadteventmanager bleibt auch Jägersberg trotz der Verzögerung zuversichtlich: „Das ist etwas unglücklich gelaufen, aber wir müssen es so hinnehmen.“ Die Vereine hätten seit drei Jahren an der Fusion gearbeitet, da komme es auf ein paar Monate auch nicht mehr an.

Christian Link

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