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Viele Bauvorhaben in Hannover stehen still

Bothfeld-Vahrenheide Viele Bauvorhaben in Hannover stehen still

Aufgrund explodierender Kosten lässt die Neugestaltung der ehemaligen Kaserne im Sahlkamp auf sich warten. Auch andere Bauvorhaben in Hannover befinden sich in der Warteschleife.

Hannover. Die Erfahrung, dass die Zeit von der Planung bis zur Umsetzung von Bauvorhaben lang werden kann, haben auch andere Investoren und Bauherren gemacht: Architekt Walter Voigt ist seit knapp vier Jahren mit der Stadt im Gespräch, um die baurechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines kleinen Nahversorgungszentrums an der Kirchhorster Straße zu schaffen. „Wir haben die Mieter längst im Boot, werden aber immer wieder vertröstet“, sagt der Misburger.

Zunächst hatte die Stadt ein Gutachten erstellen lassen, um zu prüfen, ob die Entwicklung von Einzelhandel in dem Bereich überhaupt sinnvoll ist. „Dann forderte die Verwaltung einen Bau, der mindestens drei Stockwerke höher sein sollte, als die geplante eingeschossige Bauweise“, ärgert sich Voigt. Mittlerweile haben Anwohner 1600 Unterschriften für das Nahversorgungszentrum gesammelt, und Architekt und Stadt haben sich auf maximal zwei Etagen geeinigt, wie Voigt berichtet. Mit der Änderung des Bebauungsplans sei wohl Ende des Jahres zu rechnen, teilte Stadtplaner Uwe Holland in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide mit.

Die Gerlach Wohnungsbaugesellschaft wollte im vierten Quartal dieses Jahres zum ersten Spatenstich für das Stadtquartier Sutelstraße mit 26 Wohnungen der Extraklasse einladen. „Unser Bauvorhaben wird frühestens im Laufe des kommenden Jahres umgesetzt“, sagt der technische Leiter Jan Neitzel nun. Das Unternehmen wirbt bereits seit einigen Jahren für einen Neubau auf dem ehemaligen Pritt-Gelände. Vorerst gilt nun aber für Stadt und Investor, gemeinsam an den Problemen zu arbeiten, die der Entscheidung über den Bauantrag für den preisgekrönten Entwurf des renommierten Berliner Architektenbüros Springer im Wege stehen.

Die Diakonie Himmelsthür wollte Anfang November eigentlich mit einer Pflegeeinrichtung für Schwerbehinderte in ihr neues Domizil an der Ecke von Adolf-Emmelmann-Straße und Gebrüder-Hartmann-Straße ziehen. Doch nun muss sich die Behinderteneinrichtung möglicherweise eine andere neue Bleibe suchen. Der Mietvertrag mit Investor Jürgen Schäfer von der Immmobiliengesellschaft Hohenzollerndamm ist zwar seit zweieinhalb Jahren unter Dach und Fach. Auf dem Grundstück hat sich bislang jedoch nichts getan.

Schäfer biete das Grundstück derzeit aus ihm unbekannten Gründen zum Verkauf an, sagt Diakonie-Regionalgeschäftsführer Björn Mänken. „Aber wir sind nicht sehr optimistisch, dass sich ein potenzieller Nachfolger findet, der das Bauvorhaben wie geplant mit uns abwickelt.“ Die bisherigen Pläne für das Grundstück sehen eine gemischte Nutzung mit Behindertenwohnungen in den oberen Stockwerken und Ladengeschäften im Erdgeschoss vor. „Anders haut die Kalkulation nicht hin, denn unsere finanziellen Möglichkeiten liegen im Bereich des sozialen Wohnungsbaus“, sagt Mänken.

Auf einem guten, aber ebenso langen Weg scheinen die Planungen für das Grundstück an der Ecke von Sutelstraße und Im Heidkampe zu sein. Christian Giesecke und Jürgen Wegner hatten das 3600 Quadratmeter große Areal vor drei Jahren gekauft und feilen seitdem an den Plänen für den Bau eines Fitness- und Wellnessparks. Drei solcher Studios betreiben die Geschäftsmänner in der Region bereits. „Der Bauantrag ist gestellt, aber für die Verhandlungen mit der Stadt braucht man einen langen Atem“, sagt Christian Giesecke, der das Studio im Winter 2012 eröffnen möchte.

pst

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