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Nord Werkbank und Büroplatz zum Mieten
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Werkbank und Büroplatz zum Mieten
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11:42 10.05.2015
Von Bärbel Hilbig
Der Blick aus der Sandstraße zeigt die Dimension der Baustelle: Die Werkstatthalle am Weidendamm soll 2000 Quadratmeter Nutzfläche bekommen. Quelle: Christian Link
Hannover

Gemeinschaftlich genutzte Werkstätten, Büroarbeitsplätze zum Mieten, Räume für Veranstaltungen sind geplant. Auf gut die Hälfte der 2000 Quadratmeter Nutzfläche wird die offene Werkstatt „Die Werke“ ziehen, die vor rund einem Jahr in Vahrenwald gestartet ist. Dort gibt es jetzt auf rund 100 Quadratmetern Werkbänke, Maschinen und Geräte für Arbeiten mit Holz, Metall und Elektronik, außerdem 3-D-Drucker und Lasercutter. Gegen Grundgebühr und Miete für die einzelnen Geräte können Hobbyhandwerker und Studenten, Bastler und Profis ihre Entwürfe verwirklichen.

Der Sprung in die große Halle ist immens. „Das ändert alles“, sagt Jürgen Pleteit, Geschäftsführer von „Die Werke“. Die bestehenden Werkstattbereiche können aufgestockt, neue Arbeitsfelder dazugenommen werden. Die drei Gründer der offenen Werkstatt, neben Pleteit noch die beiden Grafikdesigner Christoph Zimmermann und Nikolai Reichelt, denken an Siebdruck, Textil, Papier und Schmuck. Einen Keramikbrennofen haben sie schon angeschafft. „Das Angebot der Werkstatt hängt davon ab, was die Leute nachfragen und ob wir Betreuer dafür finden, die die Maschinen erklären und Fragen beantworten können“, erläutert Pleteit.

Als Mieter wird in den Neubau auch die Bürogemeinschaft „Edelstall“ einziehen, die ihre Räume bisher noch im Capitol-Hochhaus am Schwarzen Bären hat. Bevor sie „Die Werke“ gründeten, hatten Christoph Zimmermann und Nikolai Reichelt bereits 2011 mit anderen den „Edelstall“ angeschoben. Dort teilen sich Kreative und andere Freiberufler gemeinschaftlich Büroräume, statt allein von zu Hause aus zu arbeiten. „Manche kommen täglich, andere einmal im Monat oder mieten sich auf der Durchreise einen Arbeitsplatz“, sagt Zimmermann. Rund 170 Mitglieder sind aktuell angemeldet.

In dem neuen dreigeschossigen Gebäude am Weidendamm ist im Erdgeschoss eine kleine öffentlich zugängliche Cafeteria geplant sowie ein Mehrzweckraum für bis zu 150 Leute. Wer dort die Gastronomie übernimmt, steht noch nicht fest. „Es muss jemand sein, der zu uns passt“, sagt Pleteit. Denn auch für den Veranstaltungsraum gibt es eine Menge Ideen. Im „Edelstall“ laufen bereits jetzt Designer-Vorträge. Gedacht ist ebenfalls an Hobby- und Handwerkermessen oder Workshops, in denen aus Recyclingmaterial Neues entsteht.

Rund ein Jahr lang hatte das Trio nach einem Gebäude in zentraler Lage gesucht und dabei festgestellt, dass ein Umbau kaum preiswerter als ein Neubau gekommen wäre. Das Grundstück im Gewerbemischgebiet am Weidendamm erschien schließlich ideal, außerdem liegt die Uni in der Nähe. „Hier wohnen viele junge kreative Leute, die was machen wollen“, meint Initiator Pleteit. Möglich wird das ganze Projekt nur, weil Pleteit in der Vergangenheit mit einem Softwareunternehmen einigen Erfolg hatte. Aktuell kann er sich deshalb ohne finanziellen Druck für die offene Werkstatt engagieren. „Unser Ziel ist aber, dass sich das irgendwann trägt“, sagt der 49-Jährige, der mit seiner eigens dafür gegründeten Plimo GmbH & Co KG als Investor für den 5 Millionen Euro teuren Neubau auftritt.

Der Entwurf für die Halle sieht eine dunkle, fast geschlossene Fassade vor. Das wirkt auf den ersten Blick abweisend. Doch senkrechte Fensterbänder ziehen sich über alle drei Etagen und gewähren Einblicke. „Das soll auch so sein. Wir müssen die Werkstätten aber auch abschotten, damit nicht zu viel Lärm nach außen dringt“, erläutert Pleteit. Zum Innenhof, in dem auch gearbeitet werden kann, und der bepflanzten Dachterrasse hin, ist die Fassade komplett verglast. Im Keller kommen Umkleideräume, Lager und Tiefgarage unter. Der Rohbau soll dieses Jahr fertig werden, der Einzug ist - nach dem Einrichten in Eigenarbeit - zum Frühjahr 2016 geplant. Und dann kommen die Handwerker zum Zuge, die Teile für ihren Roboter herstellen wollen, Grußkarten ausschneiden oder auch ein Didgeridoo zusammenpuzzeln.

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