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Nord Zwei Vereine mit Integrationspreis ausgezeichnet
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Zwei Vereine mit Integrationspreis ausgezeichnet
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08:33 15.12.2011
Hildegard Thimm (3. v. l.) überreicht den Preis an Gordana Popic (rechts daneben) vom Verein Casa Jesa 55 im Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken. Quelle: Link
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Herrenhausen/ Stöcken

Der Integrationsbeirat Herrenhausen-Stöcken hat zum zweiten Mal seinen Integrationspreis verliehen. Das Gremium vergibt den mit 1000 Euro dotierten Preis jährlich, um damit gute Integrationsarbeit im Stadtbezirk zu würdigen. In diesem Jahr fanden die Beiratsmitglieder gleich zwei Vereine preiswürdig: Der Sportverein Kleeblatt Stöcken wurde für sein besonderes Engagement bei der Gründung einer internationalen Mädchenfußballmannschaft geehrt. Der Verein Casa Jesa 55 erhielt den Preis für seine Arbeit mit Migrantinnen aller Altersstufen. Beide Vereine teilen sich das Preisgeld.

„Wir wollten einen Verein auszeichnen, der schon lange gute Arbeit macht, und einen mit ganz frischen Ideen“, begründet die Vorsitzende des Integrationsbeirats, Hildegard Thimm, die Entscheidung für zwei Preisträger. Im vergangenen Jahr hatte der Beirat die Liberale Jüdische Gemeinde ausgezeichnet.

Für Kleeblatt Stöcken nahmen der Vereinsvorsitzende Ulrich Neumann und die Mädchenmannschaft den Preis entgegen. Die 20 Mädchen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren stammen aus fünf verschiedenen Nationen. Der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund sei im Stadtbezirk sehr hoch, sagte Neumann. Bei Kleeblatt Stöcken liege er gefühlt bei 80 Prozent. „Die Vereine in Stöcken sind besonders gefragt, wenn es darum geht, Integrationsarbeit zu leisten“, meint der Vorsitzende.

Die Nachfrage nach dem Mädchenteam ist groß – größer als das Angebot. „Wir konnten nur 20 Mädchen aufnehmen, mindestens zehn mussten wir erst einmal vertrösten“, sagt Trainerin Bahar Mermi. Die aktiven Spielerinnen seien hochmotiviert und mit großem Spaß dabei. „Es ist schön, dass so viele Mädchen aus verschiedenen Kulturen zusammenfinden und zusammen Spaß haben“, meint auch Spielerin Vivian Laup. Und Nicole Soremba ergänzt: „Wir halten alle zusammen. Es spielt bei uns keine Rolle, aus welchem Land jemand kommt.“

Der zweite Integrationspreisträger ist der Verein Casa Jesa 55. Hildegard Thimm hob das niedrigschwellige Angebot des Vereins hervor, der vielen Frauen einen geschützten Raum biete. Bei einem Besuch habe sich der Integrationsbeirat von der guten Arbeit überzeugen können. „Wir haben gesehen, mit wie viel Engagement und Liebe zu den Menschen man dort arbeitet“, meint Timm.

„Es gibt leider sehr viele Frauen in unserem Bezirk, die allein sind und sich sehr stark zurückziehen“, sagt Gordana Popic von Casa Jesa 55. Der Verein wolle diese Frauen, bei denen es sich oft um Alleinerziehende handele, von ihren Sorgen und Problemen ablenken. Dazu bietet er einen Ort zum Reden, Kaffeetrinken und Beisammensein sowie viele Freizeitangebote und Hilfsangebote.

Gegründet wurde „Casa Jesa 55“ von engagierten Frauen aus der St. Adalbert-Gemeinde. Weil der Verein für Frauen aller Religionen offen sein möchte, hat er sich eigene Räumlichkeiten gesucht. Diese hat er in der Stöckener Straße 39 gefunden. Die Öffnungszeiten für das offene Haus sind dienstags von 9 bis 11 Uhr sowie mittwochs von 17 bis 19 Uhr.

Christian Link

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