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Nordstadt Ärger um Einkaufswagen im Viertel
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Ärger um Einkaufswagen im Viertel
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02:15 16.07.2016
Von Bärbel Hilbig
Am rechten Fleck: Einkaufswagen stehen an einem Supermarkt. Quelle: dpa
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Hannover

Denn gestohlene Einkaufswagen, die später herrenlos im Stadtteil vagabundieren, gelten als Zeichen von Verwahrlosung. Dass der renommierte und im Stadtteil engagierte Künstler Siegfried Neuenhausen als Urheber der ironischen und farbenfrohen Installation am Bahnhof auftrat, half in der Sache nicht weiter. Wild abgestellte Wagen werden immer mehr zum Problem.

In der Nordstadt versuchen einige Bürger neben Müll auch die rollenden Einkaufswagen aus ihrem Quartier zu verbannen. Einfach ist das allerdings nicht. Die Gruppe, die zur Dialogrunde für den nördlichen Engelbosteler Damm gehört, hat schon einiges versucht, die Wagen aus der Welt zu schaffen.

"Manche wollen die Wagen nicht zurücknehmen"

Oft seien es Leute, die sich kein Auto leisten können, die die Wagen aus einem Supermarkt oder Discounter mitnehmen, um ihre Einkäufe zu transportieren, mutmaßt Anwohner Mark Kramer. Leider ließen manche die Vehikel dann einfach auf Straßen und Plätzen stehen. Wenn Kramer und seine Mitstreiter solch einen Einkaufswagen entdecken, rufen sie bei einer Filiale der Handelskette an. Zu welcher der Wagen gehört, lässt sich meist leicht durch einen Namenszug am Griff erkennen.

Allerdings hat Kramer die Erfahrung gemacht, dass längst nicht alle Handelsketten Interesse an ihrem Eigentum zeigen. „Manche wollen die Wagen nicht zurücknehmen, weil sie sie dann desinfizieren müssten. Dabei kosten die Wagen wirklich Geld, das wir am Ende als Kunden zahlen“, mutmaßt der engagierte Anwohner.

Aha entfernt nur defekte Wagen

Auch bei den Abfallfahndern von Aha melden die Nordstädter gesichtete Wagen meist vergeblich. „Wir entfernen Einkaufswagen nur, wenn sie defekt sind oder der Besitzer nicht festgestellt werden kann“, erklärt Aha-Sprecherin Helene Herich. In allen anderen Fällen informieren auch die Abfallfahnder den jeweiligen Supermarkt. Aha verweist darauf, dass Bürger dies auch direkt tun könnten. Für Kramer dreht sich die Sache damit im Kreis. Er hat auch mit einem Schrotthändler gesprochen, der kein Interesse zeigte. Denn die Wagen gehören weiter den Handelsketten und sind damit Diebesgut.

Ein Mitarbeiter eines Nordstädter Supermarkts sagte auf Nachfrage allerdings, dass er sich über die regelmäßig eingehenden Anrufe der Nachbarschaftsgruppe freue. „Wenn ich es einrichten kann, hole ich den Wagen selbst zurück oder ich schicke den Auszubildenden.“ Manchmal sei jedoch im Geschäft zu viel los. Rund 180 Euro kostet ein neues Gefährt den Betrieb. In dem Geschäft dürfen Stammkunden auf Nachfrage Einkaufswagen ausleihen. Anderen Kunden überlässt der Händler die Wagen gegen ein Pfand. Diese kehren ohne Probleme zurück.

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