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Nordstadt Am Hauptgüterbahnhof entsteht kein neues Wohngebiet
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Am Hauptgüterbahnhof entsteht kein neues Wohngebiet
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02:15 06.05.2017
Von Bärbel Hilbig
Am ehemaligen Hauptgüterbahnhof entsteht definitiv kein neues Wohngebiet: die Lärmbelastung ist zu hoch. Quelle: Felix Schledding (Archiv)
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Hannover

Die Stadt und die Immobiliengesellschaft Aurelis als Grundstückseigentümer haben 2014 in einem städtebaulichen Vertrag eine Vereinbarung über die Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs getroffen. Der Vertrag legt fest, dass auf dem Gelände Büroflächen, Freizeiteinrichtungen und Gewerbe möglich sind.

„Wohnbebauung ist aufgrund des aktuellen Emissionsschutzgutachtens ausgeschlossen“, sagt ein Sprecher der Aurelis. Jenseits der Gleise liegt das Stammwerk des Reifenherstellers Continental. Das Gutachten hat deshalb vor zwei Jahren festgestellt, dass Wohnen aufgrund der vorhandenen Lärmbelastung baurechtlich nicht zulässig ist. Unklar ist aber weiterhin, was mit dem mehrgeschossigen Gebäude neben der ehemaligen Bahnhofshalle geschieht. In der Diskussion war dort unter anderem ein Hotel.

Im Bezirksrat Nord hatte Grünen-Ratsherr Patrick Drenske kürzlich noch einmal Wohnbebauung für Randlagen des weitläufigen Geländes ins Gespräch gebracht. Drenske argumentierte mit der großen Nachfrage nach Wohnungen im Stadtgebiet. Bisher betreibt die Posttochter DHL eine Paketzustellbasis auf dem Areal. Für die Vermietung der Bahnhofshalle laufen aktuell neue Verhandlungen mit mehreren Interessenten. Der Feinkosthändler Andronaco war vergangenes Jahr abgesprungen.

Angesichts der schleppenden Vermarktung am ehemaligen Hauptgüterbahnhof will die SPD Moscheen und andere religiöse Nutzungen auf dem weitläufigen Areal ausschließen. „Wir haben bereits mehrere Moscheegemeinden auf der anderen Seite des Weidendamms“, argumentiert Robert Nicholls, SPD-Fraktionschef im Bezirksrat Nord.

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