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Nordstadt Bezirksrat hält sich mit Forderungen zurück
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Bezirksrat hält sich mit Forderungen zurück
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02:15 04.12.2015
Von Bärbel Hilbig
Hainholz soll schöner werden – bislang sind Perlen wie das Kulturhaus eher die Ausnahme. Quelle: Rainer Surrey
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Nord

 Der Bezirksrat kann als wichtigstes politisches Gremium im Stadtbezirk Nord seine Änderungswünsche zum Etat einbringen, den die Stadt aufgestellt hat. Die letzte Entscheidung hat der Rat.

Im Stadtbezirk Nord passten die Politiker fast aller Parteien. Nur die Grünen haben in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats zwei Zusatzwünsche formuliert. Sie setzen sich für Zuschüsse an die Vereine „Miteinander für ein schönes Viertel“ in Hainholz und die stadtweit wirkende Vielfaltzentrale mit Sitz in der Nordstadt ein. Kostenpunkt zusammen: 43 600 Euro. Der stets forsch auftretende Bezirksrat Linden-Limmer hat dagegen 5 Millionen Euro für Einrichtungen in seinem Beritt gefordert - war in den vergangenen Jahren mit seinen kostspieligen Zusatzwünschen aber in der Regel abgeblitzt.

Der Verein „Miteinander für ein schönes Viertel“ fördert das nachbarschaftliche Zusammenleben in dem Wohnquartier rund um die Bömelburgstraße. Ein benachteiligtes Wohngebiet solle hier zu einem lebendigen Gemeinwesen entwickelt werden, betonen die Grünen. Einige Jahre lang gab es dafür Geld von der Stadt im Rahmen des Programms Soziale Stadt. In diesem Jahr flossen 15 000 Euro, die im städtischen Haushaltsentwurf 2016 fehlen. Ein offener Mittagstisch, Unterstützung von Anwohnern beim Schriftverkehr mit Behörden und gemeinschaftliche Aktionen gehören zur Arbeit des Vereins. „All das wäre gefährdet. Die Nachbarschaftsarbeit ist aber sehr wichtig, um den Stadtteil stabil zu halten“, argumentiert Grünen-Fraktionschef Stefan Winter. Die Grünen fordern jährlich 15 000 Euro für das Projekt - auch um die Spendenbereitschaft von weiteren Geldgebern wie Meravis oder GBH nicht zu gefährden.

Die Grünen setzen sich außerdem dafür ein, den städtischen Zuschuss für den Verein Vielfaltzentrale um 28 600 Euro zu erhöhen. Er betreibt den Treffpunkt Andersraum in der Asternstraße mit stadtweiter Ausstrahlung, den diverse Gruppen von Lesben, Schwulen und Transsexuellen nutzen. „Mich wundern die hohen Summen. Die meisten Vereine finanzieren sich durch Mitgliedsbeiträge“, sagt Bernd Huneke (CDU). Der Bezirksrat Nord befürwortete die Anträge mehrheitlich.

Die Ratsfraktionen von SPD und Grünen haben die Förderung für beide Vereine zwischenzeitlich in den Haushaltsentwurf für 2016 aufgenommen. Der Rat entscheidet abschließend im Dezember.

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