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Nordstadt "Dornröschen" soll zu neuem Leben erwachen
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt "Dornröschen" soll zu neuem Leben erwachen
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00:15 12.08.2016
Von Juliane Kaune
Idyllischer Ort: Ins Dornröschen soll neues Leben einkehren. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Jeder, dem die Bilder gefallen, die die verstorbene Wirtin des traditionsreichen Biergartens Dornröschen, Christa Reinhardt, gemalt hatte, kann sie erwerben - und damit das ambitionierte Projekt mit dem märchenhaften Namen unterstützen. Das Geld soll dazu beitragen, das leer stehende Lokal an der Leine zu neuem Leben zu erwecken. Ein Verein will dort ein Gastronomieprojekt starten, mit dem Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen.

Noch hat die Erbengemeinschaft nicht entschieden, welcher Kaufinteressent für das Biergarten-Gebäude den Zuschlag bekommt. Christa Reinhardt hatte verfügt, dass es wieder für eine Gastronomie genutzt wird. Drei Monate sind vergangen, seit der Verein sein „Dornröschen“-Projekt ins Gespräch gebracht hat. „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass unser Konzept die Verantwortlichen überzeugt“, sagt der Vereinsvorsitzende Christian Brune. Nach seinen Worten gibt es noch einen zweiten Mitbewerber.

Zweite Ausstellung mit Werken von Christa Reinhardt

Die öffentliche Vernissage im Kunstsalon, Röpkestraße 12 (Alter Schlachthof), beginnt am Freitag, 26. August, um 18 Uhr. Geöffnet ist die Ausstellung an den drei folgenden Wochenenden jeweils von 11 bis 16 Uhr.

Die geplante Ausstellung ist die zweite mit Werken aus dem Nachlass von Christa Reinhardt. Von Anfang Mai bis Anfang Juni lief bereits eine Bilderschau im Künstlerhaus. 40 Ölgemälde hatte die Wirtin, die auch Künstlerin war, hinterlassen. Sie vermachte die abstrakten Werke der Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn, die sie gut kannte. Bulmahn stiftete die Bilder dem Verein - mit der Auflage, den Erlös aus dem Verkauf für das Flüchtlingsprojekt zur Verfügung zu stellen. 15 Bilder wechselten bei der ersten Ausstellung den Besitzer; 7000 Euro kamen durch den Verkauf zusammen. Die meisten der 25 verbliebenen Werke haben ein Format von 70 mal 50 Zentimetern, sie kosten zwischen 350 und 500 Euro. Zwei Gemälde mit einer Größe von 100 mal 130 Zentimetern sind für 850 bis 900 Euro zu haben.

"Dornröschen" bekommt positive Resonanz

Das Projekt „Dornröschen“ habe viel positive Resonanz erfahren, sagt Brune. Neun Vereinsmitglieder, darunter Bulmahn, zählen zu den Initiatoren. Beraten werden sie von Reinhold Fahlbusch, dem früheren Vorstandsvorsitzenden des Sozialkaufhauses Fairkauf. Brune und seine Mitstreiter hoffen baldmöglichst auf eine Entscheidung der Erbengemeinschaft. Das 1875 errichtete Biergarten-Gebäude sei ideal für das Projekt, meinen sie - und sicher auch im Sinne Christa Reinhardts, die sich für sozial Schwache eingesetzt habe. „Sollte es aber nicht dazu kommen, werden wir unser Projekt nicht aufgeben, sondern an einem anderen Standort weiterverfolgen“, erklärt Brune.

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