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Ein ganzer Stadtteil für die Kunst

„Muse“ in der Nordstadt Ein ganzer Stadtteil für die Kunst

Von Kirche bis Kiosk, von Bäckerei bis Blumenladen: Von Sonnabend an flaggt ein ganzer Stadtteil für die Kunst. An 86 Orten laufen vom 11. bis 26. Juni Ausstellungen, Konzerte, Filme, Performances und Lesungen auf offener Straße.

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Auto und Fahrer durch die Luft geschleudert

Flaggen für die Kunst: Holger Tippe, Limeng Lu und Cem Koc (von links).

Quelle: Limon Lu

Nordstadt. Kleine gelbe Fähnchen mit dem Aufdruck „Muse“ signalisieren, wo es zur Kunst geht. Zum Beispiel bei Blumen Helga an der Haltenhoffstraße. Dort hängen abstrakte Polaroids, die bei einem Konzert auf Sizilien entstanden sind. Der polnische Lebensmittelladen Mak (Engelbosteler Damm 3) zeigt Bilder der französischen Künstlerin Emmanuelle Tanais Aupest. Im Imbiss Kebab 44 werden die Kunden mit Kurzclips von Videokünstlern konfrontiert.

Muse lebt vom Kontrast

Das Festival mit dem schrägen Titel „Muse - Inspirationsweek“ lebt vom Kontrast. Und von der Offenheit der Nordstädter. Dieses Jahr hat sich beim dritten Durchgang die Anzahl der Künstler, Läden und Veranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. „Mittlerweile sprechen uns die Geschäftsinhaber und die Künstler an. Das macht es einfacher, weil wir nicht mehr so viel erklären müssen“, berichtet Cem Koc von der Galerie Bei Koc in der Hahnenstraße. Gemeinsam mit Künstlerin und Produktdesignerin Limeng Lu, der vor zwei Jahren die Idee zur „Muse“ kam, und Werbefachmann Holger Tippe organisiert Koc das Festival ehrenamtlich. Eine gigantische Arbeit, bei der die drei Initiatoren Geschäftsleute und Künstler zusammenbringen und jeweils stimmige Kunstwerke empfehlen. So zeigt Norbert Fleischer aus der Ateliergemeinschaft Block 16 im Hundesalon „Feiner Hund“ wahrscheinlich Bilder von Bulldoggen. Auf diesem Wege werden Orte wie die Fahrschule Metropol, der Express Schuh Service oder der Gemüsehändler Ikram Market zur Galerie auf Zeit. Und mit etwas Glück verkaufen die Künstler das eine oder andere Bild.

Kunst, Musik und Literatur

Timm Ulrichs:  Die Mischung aus anspruchsvoller Musik und bildender Kunst in allen Schattierungen hat sogar Timm Ulrichs angezogen. Der Konzeptkünstler, der sich bereits vor gut 50 Jahren in einer Vitrine ausstellte und zum „ersten lebenden Kunstwerk“ und „Totalkünstler“ erklärte, zeigt am Sonnabend, 18. Juni, um 20 Uhr eigene Filme im Sprengel-Kino.

Lutherkirche: Bei einem Doppelkonzert tritt am Dienstag, 21. Juni, um 20 Uhr Pit Noack mit elektroakustischer Musik auf. Negin Habibi & Ehsan Ebrahimi verbinden klassische Gitarrenmusik und persische Folklore. Am Mittwoch, 22. Juni, spielt David Fernandez ab 20 Uhr Loops auf dem E-Cello und projiziert Animationen auf die Leinwand. Werktags zeigt Julia Bühler vor der Kirche um 17 Uhr eine Performance (sonnabends und sonntags 12 Uhr).

Gruppenausstellungen: Größere Ausstellungen mit Werken mehrerer Künstler sind im Atelier Block 16, UJZ Korn (Fotos), in der Nordstadtbibliothek, im Atelier Im Moore, Keller 3.0 und dem Hannover Gin Keller zu sehen.

Mehr Musik: Das Electro-Festival „010 - Art of Electronica“ mit vier internationalen Solo-Künstlern startet am Sonnabend, 18. Juni, ab 21 Uhr in der Sturmglocke, Klaus-Müller-Kilian-Weg.

Literatur: Im Kiosk Onkel Olli, in der Nordstadtbibliothek, in Buchläden und anderen Orten lesen Autoren am Mittwoch, 15. Juni, ihre Texte.

Konzerte am ersten Wochenende

Bereits am ersten Wochenende laufen mehrere Konzerte. Am Freitag spielen Marie Diot und Louisa Jones um 19 Uhr in der Lutherkirche, Sonnabend das Duo Ex um 14.30 Uhr im 24 Grad, um 17 Uhr Das Maskierte Wunder im Café Kopi. Die Gruppenausstellung im Block 16 startet am Sonnabend um 18 Uhr mit einer Vernissage.

  • Das (fast) komplette Programm mit Plan liegt in den beteiligten Geschäften und Einrichtungen aus und wächst noch täglich, hier kann man es einsehen.
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So schön ist die Nordstadt
Nordstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Nord, 13. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 30.106
  • Einwohner je Stadtteil: Nordstadt (16.604 Einwohner), Hainholz (6.664 Einwohner), Vinnhorst (6.698 Einwohner) und Brink-Hafen (140 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.777 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30167, 30165, 30179
  • Markantes aus der Geschichte: Die Nordstadt hat sich aus der "Steintor-Gartengemeinde" entwickelt, einer einst zum Amt Langenhagen gehörigen, ländlich strukturierten Verwaltungseinheit, die 1793 zum Amt Hannover kam.
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