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Nordstadt Gerangel um den Gehweg
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Gerangel um den Gehweg
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00:15 25.06.2016
Autofahrer stellen häufig mit ihren Wagen die Straßeneinmündungen zu. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Autofahrer stellen häufig mit ihren Wagen die Straßeneinmündungen zu. „Die zugeparkten Gehwege gefährden Kinder auf dem Schulweg, da die Autos ihnen die Sicht versperren“, kritisiert Stefan Winter, Grünen-Fraktionschef im Bezirksrat Nord.

Die Grünen wollen bei dem Problem nicht lockerlassen. Im Bezirksrat Nord haben sie jetzt bereits zum zweiten Mal in einer Anfrage an die Verwaltung Auskunft verlangt - und damit auf die Schwierigkeiten aufmerksam gemacht. In den beiden Straßen sind etliche Parkplätze quer zur Fahrtrichtung angeordnet. An diesen Stellen herrscht auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein absolutes Halteverbot.

"Menschen kommen nicht vorbei"

Vom Abend bis zum nächsten Morgen stellen dennoch oft etliche Autobesitzer ihre Wagen dort ab, meist zu nicht geringen Teilen auf dem Bürgersteig. „Menschen, die mit einem Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, kommen dann definitiv nicht vorbei“, hat Winter beobachtet. An den Hauswänden und Gartenzaungittern sind außerdem oft Fahrräder festgekettet, die den Weg zusätzlich verengen.

In der Stadtverwaltung sind die Probleme durchaus bekannt. Der Verkehrsaußendienst lässt regelmäßig Autos abschleppen. Darunter sind auch Fahrzeuge, die auf dem Gehweg parken. „Es wird geprüft, ob mit dem Abschleppen der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt wird“, erklärt Bezirksratsbetreuerin Yvonne Struiksma. Wenn der Gehweg nicht mehr genutzt werden kann, sei das der Fall.

Bußgelder scheinen keine Wirkung zu haben

Hin und wieder stellten die städtischen Mitarbeiter den Falschparkern Tickets aus, berichtet Grünen-Fraktionschef Winter aus den Beobachtungen der Nachbarn. „Der Verkehrsaußendienst kann aber nicht jeden Tag überall sein. Außerdem scheinen Bußgelder keine erzieherische Wirkung zu haben“, argumentiert Winter.

Die Grünen setzen sich deshalb für weitere Metall-Poller am Gehwegrand ein, die das Falschparken verhindern. Die Antwort der Verwaltung dazu fällt allerdings ausgesprochen zurückhaltend aus. Beim Einbau von Pollern müsste eine Mindestbreite von 1,50 Metern zwischen Grundstück und Poller sowie ein halber Meter Sicherheitsabstand zwischen Poller und Fahrbahn eingehalten werden. Material und Einbau eines Pollers kosten hundert Euro. „Allein für den Einbau von Pollern auf der westlichen Gehwegseite der Straße Im Moore zwischen Asternstraße und Im Kleinen Felde kämen grob geschätzt Kosten in Höhe von 10 000 Euro zusammen“, erläutert die Bezirksratsbetreuerin.

Weitere Kosten könnten anfallen, wenn auch noch Straßenschilder versetzt oder Markierungen angebracht werden müssten.

Von Bärbel Hilbig

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