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Nordstadt Haltenhoffstraße soll für Kinder sicherer werden
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Haltenhoffstraße soll für Kinder sicherer werden
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06:25 23.02.2017
Von Bärbel Hilbig
Viel Verkehr: Die Stadt will die Fahrbahn der Haltenhoffstraße schmaler machen. Quelle: Villegas
Hannover

Die Stadt will die Überquerung der Haltenhoffstraße sicherer machen. „Die Stadtbahn-Linie 11 fährt seit der Grunderneuerung nur noch eingleisig zum Endpunkt Haltenhoffstraße. Dadurch bekommen wir mehr Platz“, berichtete Stadtplanerin Edda Rabe kürzlich im Bezirksrat Nord. Die Kreuzung auf Höhe des Herrenhäuser Kirchwegs wirkt spätestens jetzt überdimensioniert. Die Planer wollen nun Rad- und Fußweg verbreitern und die Fahrbahn damit schmaler machen.

„Die Straßenränder rücken näher zusammen, sodass Fußgänger beim Überqueren der Straße keinen so weiten Weg mehr zurücklegen müssen“, erläutert Edda Rabe. Das komme allen Passanten, aber besonders Menschen mit Mobilitätseinschränkung und Schulkindern zugute, deren Weg zur nahe gelegenen Grundschule Auf dem Loh über die Haltenhoffstraße führt.

Die Ampel am Stadtbahn-Endpunkt soll außerdem ein paar Meter nach Osten versetzt werden. Jetzt steht sie in der Kurve, und das sei ein Problem, betont Stadtplanerin Rabe. „Autofahrer beschleunigen, sobald sie die erste Ampel passieren und sind wegen der Größe der Kreuzung schon sehr schnell, wenn sie an der zweiten Ampel vorbeifahren.“

Indem die Ampel weiter an die Kreuzung heranrückt, soll die Situation ganz besonders für Grundschüler mit ihrer noch geringen Körpergröße übersichtlicher werden. Die Kinder, die aus dem Herrenhäuser Kirchweg kommen, gehen meist am Stadtbahn-Endpunkt über die Haltenhoffstraße.

Die Verwaltung will die Umbauten jetzt planerisch vorbereiten. Rabe schätzt, dass die Arbeiten voraussichtlich erst in den Herbstferien stattfinden können. „Es haben sich viele Eltern von Grundschülern bei uns gemeldet“, berichtet sie. Kurz vor der Einmündung in die Haltenhoffstraße ist die Straße Schneiderberg bereits seit geraumer Zeit verengt, damit Grundschüler aus dieser Richtung sie leichter überqueren können.

Später gehen sie über die Straße Auf dem Loh. Auch dort ist eine Veränderung geplant. Bei der Grunderneuerung bekommt die Straße eine Aufpflasterung. Außerdem sind dort kleine Erhebungen, sogenannte taktile Elemente, vorgesehen, die Blinde mit ihrem Stock ertasten können, um den Weg über die Straße besser zu finden.

„Sind noch Parkplätze für das Klinikum Nordstadt angedacht? Die Situation dort ist eine Katastrophe“, merkt CDU-Fraktionschefin Angelika Jagemann an. Die Stadtverwaltung sei lange mit dem Krankenhaus im Gespräch darüber gewesen, berichtet Rabe. „Die ganze Zukunft des Klinikums war aber wegen des Wasserschadens auf Eis gelegt.“ Jagemann mahnt eine Lösung an. „Wenn die ehemalige Landesfrauenklinik umgebaut wird, fallen dort eine Menge Parkplätze weg.“

Schrumpfkur für Straße

Wo Fußgänger und Radfahrer sich nicht zu Wort melden, bleibt die Stadt an vielen Stellen einfach autogerecht, so wie Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht sich das in der Nachkriegszeit einst gedacht hat. Von breiten Straßen fühlen Autofahrer sich zur Beschleunigung geradezu eingeladen. In Wohnvierteln ist der vermeintlich freie Blick jedoch oft trügerisch, weil Kinder hinter parkenden Autos plötzlich auf die Straße rennen können. Die Haltenhoffstraße ist in dieser Hinsicht ein Zwitter mit Wohnhäusern und zugleich innerstädtischem Durchgangsverkehr. Speziell für die zahlreichen Grundschüler, die jeden Morgen und Mittag ihren Weg finden müssen, ist die breite Straße eine Herausforderung. Es ist deshalb richtig, dass Eltern immer wieder bei der Stadt anklopfen und auf die Schwierigkeiten hinweisen. Und manches erfüllt bereits seit geraumer Zeit seinen Zweck. So bremst vor der Einmündung des Schneiderbergs in die Haltenhoffstraße eine Aufpflasterung Autos aus, und an einer künstlichen Engstelle kommen Kinder leichter über die Straße. Autofahrer brauchen an der Stelle einfach Langmut, weil zwei Fahrzeuge nicht mehr aneinander vorbeikommen – auch wenn weit und breit kein Fußgänger in Sicht ist. Dennoch hat die Engführung ihren Sinn. Wenn die Stadtverwaltung nun auch die Kreuzung direkt an Grundschule und Klinikum verkleinern will, kommt das ebenfalls den Kindern zugute. Sie sehen bisher sozusagen kein Land, wenn sie an der Ampel losgehen und eine weite Strecke Straße überqueren müssen. Und außerdem hilft der Umbau natürlich Menschen, die etwas langsamer unterwegs sind und auch allen anderen Fußgängern.

Ein Kommentar von Bärbel Hilbig

Selbst winzige Grundstücke sind in der Nordstadt inzwischen begehrt. Die Stadt hofft deshalb, dass zwei unansehnliche kleine Baulücken in der Bodestraße endlich geschlossen werden. Die beiden Flächen liegen auf der südlichen Seite der Straße jeweils an einem Ende der Häuserfront.

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