Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nordstadt Kinder am Möhringsberg dürfen täglich in ihren Treff
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Kinder am Möhringsberg dürfen täglich in ihren Treff
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 20.11.2017
Von Bärbel Hilbig
Mit festem Personal und einer gesicherten Finanzierung kann die Jugendarbeit am Möhringsberg weitergehen.
Nordstadt

Der Kinder- und Jugendtreff am Weidendamm hat Grund zum Feiern. Bereits seit 1998 kümmern sich Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Naturfreundejugend mit viel Engagement um Kinder und Jugendliche aus den Häusern am Möhringsberg. Anwohner aus dem Quartier hatten das Betreuungsprojekt damals angeregt.

Im Frühjahr hat der Rat der Stadt nun beschlossen, die Einrichtung dauerhaft als „Kleinen Kinder- und Jugendtreff“ zu finanzieren. „Das war eine lange Geduldsprobe. Wir haben uns viele Jahre bemüht, gute Arbeit zu machen, und freuen uns jetzt riesig über die große Unterstützung“, sagt Doris Erdmann von der Naturfreundejugend Hannover. In Zeiten knapper Kassen sei der Beschluss eine „ziemliche Sensation“. Kürzlich haben Kinder, Mitarbeiter und Gäste deshalb mit Musik und Zirkusworkshop gefeiert.

Personal aufgestockt

Mit Start des Schuljahres hat die Naturfreundejugend Personal und Öffnungszeiten aufgestockt. Der Kinder- und Jugendtreff ist jetzt montags bis freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Die Sozialpädagogin Regina Bühler arbeitet dort als neue Leiterin, außerdem ein zweiter fester pädagogischer Mitarbeiter. Hinzu kommen bei Bedarf weitere pädagogische Kräfte, in der Regel Studenten, sowie zwei junge Leute im Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr.

Vorher konnte der Treff nur dreimal pro Woche für zwei Stunden öffnen. Zwei Pädagogikstudenten sowie Freiwillige im Ökologischen Jahr trugen die Einrichtung. Ehrenamtliche gaben einer kleinen Gruppe von Kindern vor der regulären Öffnung Hausaufgabenhilfe. Jetzt bekommen die Schüler täglich Unterstützung beim Lernen. Das Budget des Kinder- und Jugendtreffs ist von 5000 auf 50 000 Euro im Jahr gestiegen.

Pro Tag 20 Kinder

„Die Kinder am Möhringsberg brauchen tatsächlich so eine Betreuung. Viele überqueren den Engelbosteler Damm nicht, wo andere Einrichtungen liegen“, berichtet Doris Erdmann. Rund 40 bis 50 unterschiedlichste Kinder und Jugendliche besuchen den Treff. Pro Tag kommen rund 20 Kinder, mehr passen nicht in die Räume, die die städtische Wohnungsgesellschaft Hanova (ehemals GBH) dem Jugendverband kostenlos überlässt. Denn die meisten jungen Besucher des Treffs leben in den Sozialwohnungen von Hanova am Weidendamm.

Vor mehr als zwei Jahren ließ die Stadt ihre Jugendarbeit überprüfen. Damals urteilten die Mitarbeiter aus Sozialeinrichtungen im Stadtbezirk Nord, das Betreuungsprojekt der Naturfreundejugend am Möhringsberg sei in dem Quartier dringend erforderlich, es brauche jedoch festes Personal und eine gesicherte Finanzierung. Diese Forderung hat der Rat nun erfüllt. Im Frühjahr haben Kinder und Betreuer deshalb sogar einmal einen Ausflug in den Heide Park unternommen. „Wir können jetzt manchmal solche besonderen Wünsche erfüllen. Vorher war das nicht drin“, berichtet Doris Erdmann.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei dem Projekt "Testlauf" bietet das Stadtteilzentrum Nordstadt jungen Musikern die Chance auf der Bühne zu stehen. Die Konzerte sollen mehrfach im Jahr stattfinden. Bands und Solisten können sich ganz einfach dafür bewerben.

Aus dem Straßenbild der Nordstadt ist der Straßenmann Andy mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Am Engelbosteler Damm lebt und schnorrt er - die Anwohner und Geschäftsleute schätzen den Obdachlosen mit seiner freundlichen Art. Zuletzt hatte er vor dem Netto-Markt ein Blumenbeet angelegt.

Bärbel Hilbig 19.11.2017

Seit 90 Jahren gibt es die Nordstadtbibliothek am Engelbosteler Damm. Damals startete sie auf engem Raum als Thekenbibliothek. Heute können 25.000 Medien an Selbstbuchungsgeräten ausgeliehen werden und es gibt in dem modernen Gebäude sogar WLAN. Ein Blick in die bewegte Geschichte der Bibliothek.

Bärbel Hilbig 07.11.2017