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Kopernikusstraße bleibt Einbahnstraße

Baustellen auf Ringlinie Kopernikusstraße bleibt Einbahnstraße

Umleitungen, Ersatzhaltestellen und Warten im Regen: Die Fahrgäste der Üstra-Ringlinie 100/200 müssen bis zum Ende des Jahres viele Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Auch die Einbahnstraßenregelung in der Kopernikusstraße bleibt mindestens bis Ende des Jahres bestehen.

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Nur einspurig: Die Unterführung in der Kopernikusstraße ist seit Monaten nur als Einbahnstraße befahrbar.

Quelle: Christian Link

Hannover. Am schwersten wiegen die Bauarbeiten der Üstra-Ringlinie 100/200 in der Kopernikusstraße, die den Bus- und Autoverkehr noch monatelang behindern werden. Die dafür eingerichtete Einbahnstraßenregelung bleibt mindestens bis zum Jahresende bestehen.

In der Kopernikusstraße lässt die Stadt seit Anfang des Jahres die sanierungsbedürftige Bahnunterführung erneuern. Auf der wichtigen Trogstrecke, die die Nordstadt mit Vahrenwald verbindet, muss deswegen eine Fahrbahn in Richtung Weidendamm gesperrt werden. „Nach derzeitigem Stand werden die Arbeiten Ende dieses Jahres abgeschlossen sein“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos auf Anfrage. Dann soll die Einbahnstraßenregelung zwar aufgehoben werden. „Allerdings muss im Frühjahr 2017 noch die Fahrbahn erneuert werden, während dieser Arbeiten kann es zu Verkehrseinschränkungen kommen.“ Wann genau der neue Asphaltbelag eingerichtet wird, ist angesichts der Witterungsverhältnisse noch nicht abzusehen. „Für den großflächigen Einbau von Asphalt sind bestimmte Mindesttemperaturen erforderlich“, erläutert Demos, „Dauerregen, niedrige Temperaturen oder gar Frost sind hierfür ungeeignet.“

Bauarbeiten mussten ausgesetzt werden

Eigentlich hatte die Stadt einen ganzen Zeitplan für die Baustelle vorgesehen. Zwischen Mitte April und Anfang Juli mussten die laufenden Bauarbeiten wegen technischer Probleme allerdings ausgesetzt werden. „Bei den Abbrucharbeiten stellte sich heraus, dass die Bewehrung des 1930 errichteten Troges an anderen Stellen vorzufinden war als in den alten Plänen verzeichnet“, berichtet der Stadtsprecher. Daraufhin musste die Baumaßnahme im Bereich der Unterführung neu geplant werden.

Für die Veranstaltungslinie 100/200 bedeutet das, dass die Haltestellen in der Nordstadt in Richtung stadteinwärts nicht angefahren werden können. Die Haltestellen Weidendamm, Kopernikusstraße und Lilienstraße werden durch eine Ersatzhaltestelle an der Christuskirche ersetzt. Hier gibt es allerdings weder eine Sitzbank noch einen Unterstand für die Fahrgäste, die also auch die regnerische Jahreszeit unter freiem Himmel auf den Bus warten müssen. „Bisher ist es nicht vorgesehen, einen provisorisches Witterungsschutzdach aufzustellen“, sagt Üstra-Sprecherin Katja Raddatz auf Anfrage.

Elektrobus Urbino kommt gut an

Trotz aller Verkehrsbehinderungen haben die Fahrgäste der Ringlinie 100/200 auch Grund zur Freude. Denn sie dürfen immer häufiger mit dem neuen Elektrobus Urbino 12 electric fahren. Das Fahrzeug der Firma Solaris wurde im Rahmen der Automobilmesse IAA jetzt zum besten Stadtbus des Jahres 2017 gekürt. Jurymitglieder aus 20 Ländern zeichneten den Omnibus der Üstra aufgrund seines „durchdachten Gesamtkonzeptes“ aus. Sie lobten insbesondere auch das Antriebskonzept und den Fahrgastraum des Urbino.

Bei der Üstra ist der neue Elektrobus allerdings noch auf dem Prüfstand – erst seit wenigen Wochen wird er überhaupt im regulären Linienbetrieb eingesetzt. „Grundsätzlich befinden sich die drei Busse derzeit im sogenannten Testbetrieb, sie haben noch Kinderkrankheiten, die von dem Hersteller beseitigt werden müssen“, sagt Üstra-Sprecherin Katja Raddatz. In den ersten Testmonaten seien die Fahrzeuge gelegentlich ausgefallen, woraufhin die Software umprogrammiert werden musste. „Aber wenn sie laufen, dann laufen sie sehr gut“ – so lautet das Fazit der Üstra. Die Busse würden bisher grundsätzlich einen positiven Eindruck machen und sowohl bei den Fahrgästen als auch den Fahrern gut ankommen, sagt Raddatz. „Gelobt wird vor allem die Emissionsfreiheit, da die Busse ausschließlich mit CO2-freiem Strom betrieben werden und auch sonst emissionsfrei unterwegs sind“, sagt Raddatz. Positives Feedback gebe es darüber hinaus auch zu der geringen Geräuschentwicklung, der guten Beschleunigung und dem ruhigen Fahrverhalten des Urbino-Busses.

Mangel an mobilen Bushäuschen

Grund dafür ist der Mangel an mobilen Bushäuschen, die an Ersatzhaltestellen aufgestellt werden können. „Wir haben nur zwei mobile Witterungsschutzdächer“, sagt Raddatz. Wo diese aufgestellt werden, werde in Hinsicht auf die räumlichen Gegebenheiten, Fahrgastzahl und Dauer der Baumaßnahme entschieden. „Es ist insgesamt nahezu nicht möglich, für die zahlreichen Haltestellenverlegungen aufgrund der hohen Anzahl an Baumaßnahmen in der Stadt ein Witterungsschutz vorzusehen und aufzustellen“, bedauert die Üstra-Sprecherin.

Allein die Buslinie 100/200 ist in Nordstadt, List und Mitte von mehreren Baumaßnahmen betroffen. Neben der genannten Baustelle gibt es folgende Behinderungen:

Keine Busse zum Maschsee

Wegen Bauarbeiten in der Ständehausstraße werden derzeit sämtliche Buslinien (100, 200 und 267) bis zum Jahresende im Bereich Kröpcke umgeleitet. Die Haltestelle Kröpcke kann derzeit nicht angefahren werden. Bauarbeiten auf der Willy-Brandt-Allee führen zu einer einseitigen Straßensperrung und dazu, dass die Linie 200 die beiden Haltestellen Rathaus/Bleichenstraße sowie Maschsee/Sprengel Museum bis zum 7. Oktober nicht bedienen kann. Die Gegenrichtung wird von der Linie 100 normal angefahren.

Umfangreiche Straßenarbeiten im Bereich Friedrichswall führen allerdings dazu, dass die Linien 100 und 200 an zwei Wochenenden im Oktober verkürzt werden. Am 8. und 9. Oktober sowie am 15. und 16. Oktober fahren die Buslinien den kompletten Abschnitt zwischen Aegidientorplatz und August-Holweg-Platz nicht an. Die Haltestellen Rathaus/Bleichenstraße, Maschsee/Sprengel Museum, HDI-Arena, Stadionbad, Luise-Finke-Weg werden an diesen beiden Wochenenden von Betriebsbeginn am Sonnabend bis Betriebsschluss am Sonntag ersatzlos gestrichen.

Ersatzhaltestellen in List

Umfangreiche Bauarbeiten in der Ferdinand-Wallbrecht-Straße führen dazu, dass die Haltestelle Lister Platz bis Ende November in Fahrtrichtung Moltkeplatz verlegt wird. Die Ersatzhaltestelle befindet sich auf der anderen Seite der Kreuzung an der Ecke Bödekerstraße/Oskar-Winter-Straße. Zwischen dem 5. und 12. Oktober entfällt für die Linie 200 auch die Haltestelle Moltkeplatz. Fahrgäste müssen entweder auf die Linien 100, 121 und 134 ausweichen oder den 350 Meter langen Fußweg zur Haltestelle Jakobi-/Voßstraße auf sich nehmen.

Von Christian Link

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