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Nordstadt Mit dem Aufzug in die Korn
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Mit dem Aufzug in die Korn
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00:15 21.06.2016
Auf geht’s: Monika Windhorn (von links) Gerd Dallmann, Dirk Wittenberg und Peggy Zander testen den neuen Fahrstuhl. Quelle: Moers
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Hannover

Mit dem gleichzeitigen Anbau einer Außentreppe wurde außerdem ein zweiter Fluchtweg für das 2011 um ein Nachbargebäude erweiterte alternative Jugendzentrum geschaffen. „Beides war dringend nötig. Wir sind deshalb froh, dass es nun geschafft ist“, zeigte sich Bezirksratsfrau Monika Windhorn (Linke) bei der Einweihungszeremonie am vergangenen Donnerstag zufrieden. Der Bezirksrat-Nord hatte aus eigener Kasse 2500 Euro zugeschossen. Den größten Teil der Konstruktionskosten von insgesamt 34 000 Euro trägt das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Etwa 3000 Euro beträgt der Eigenanteil, den das Jugendzentrum insbesondere durch Eigenarbeit beigesteuert hat. Für die Jungfernfahrt in den zweiten Stock hatte sich Korn-Mitarbeiterin Peggy Zander ein historisches Liftboy-Outfit besorgt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Dirk Wittenberg, Bezirksrätin Windhorn und dem Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur, Gerd Dallmann, ging es im Schneckentempo hoch in den zweiten Stock. Statt streitbarer Punkmusik dudelte seicht-kitschige Fahrstuhlmusik aus den Lautsprechern. Im literarischen Rahmenprogramm wurde unter anderem der Wörterbucheintrag „Fahrstuhl“ rezitiert. „Mit allen, die uns beim Bauen unterstützt haben, wollen wir auf ein kleines Stück Grenzüberwindung anstoßen,“ eröffnete Zander anschließend das Büfett.

Hof soll nicht für Konzerte genutzt werden

Rund 30 000 Besucher nutzen die Angebote des politisch links positionierten unabhängigen Jugendzentrums im Jahr. „In den letzten 10 Jahren verzeichnen wir kontinuierlich mehr Nutzer“, berichtet Korn-Mitarbeiter Dirk Wittenberg. Mit seiner Kollegin teilt er sich die Dreiviertelstelle, die von der Stadt getragen wird. 150 Ehrenamtliche engagieren sich in den diversen Gremien, Gruppen und bei den regelmäßigen Veranstaltungen wie etwa der „Volxküche“, Konzerten oder politischen und kulturellen Veranstaltungen. Vor fünf Jahren kaufte der Träger Verein zur Förderung politischer Jugendkultur der Stadt ein leer stehendes Nachbargebäude ab. In den zusätzlichen 300 Quadratmetern wurden unter anderem Seminarräume und ein Büro eingerichtet. Außerdem gewann man dadurch einen zweiten Innenhof, der nach Aufzug und Fluchttreppe als nächstes Bauprojekt ansteht.

„Um Probleme mit den Anliegern zu vermeiden, soll der Hof allerdings nicht für Konzerte oder Partys genutzt werden“, betont Wittenberg. Als weitere provisorische Lärmschutzmaßnahme ist außerdem eine Wand in Richtung Gerhardtstraße angedacht.

Im Februar des Jahres sorgte das Jugendzentrum mit einer Polizeirazzia für Aufsehen. Die Staatsanwaltschaft warf vier Mitarbeitern des Trägervereins vor, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK zu unterstützen. Zu den Nutzern des 1972 gegründeten Zentrums gehören auch zahlreiche autonome Gruppen wie etwa die Rote Aktion Kornstraße oder Fast Forward. Der Verfassungsschutz warnte in seinem Bericht 2014 davor, Einrichtungen wie die Korn pauschal als linksextremistisch zu bewerten. Man müsse dort sehr genau zwischen den demokratischen und extremistischen Nutzern unterscheiden.

Von Mario Moers

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