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Nordstadt Nachbarschaftskreis hilft Flüchtlingen
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Nachbarschaftskreis hilft Flüchtlingen
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00:15 22.04.2017
Matthias Göke (v. l.), Christian Harder, Theresia Hannig-Schohaus, Lothar Borchers, Markus Breuckmann, Sofia Herbers und Melanie Lauterbach von der Koordinatorenrunde des NKN blicken zufrieden, aber auch nachdenklich auf das vergangene Jahr zurück. Quelle: Marius Klingemann
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Hannover

Einer dieser ehrenamtlichen Unterstützerkreise für Flüchtlinge, der Nachbarschaftskreis Nordstadt (kurz NKN), hatte nun anlässlich seines einjährigen Bestehens alle interessierten Bürger zu einem öffentlichen Treffen eingeladen.

Anfang April 2016 aus der „AG Willkommen“ hervorgegangen, engagiert sich der NKN insbesondere für die Bewohner der Nordstädter Flüchtlingsunterkünfte am Engelbosteler Damm und der Kopernikusstraße. Der Verein, in dem nach eigenen Angaben „vom Schüler bis zum Ruheständler“ alle Altersklassen vertreten sind, organisiert sich in vier Arbeitsgruppen: Sprache und Programm für Kinder, Begleitung und Wohnen, Berufliche Integration sowie Kultur und Freizeit. Neben Sprachlerngruppen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten stehen hierbei vor allem die Unterstützung bei Behördengängen wie auch, sofern die entsprechende Bleibeperspektive vorliegt, bei Wohnungs- und Arbeits-suche im Vordergrund.

Der Rückblick auf das bislang Geleistete, aber auch ein Ausblick in die Zukunft bildeten folglich einen zentralen Teil der von rund 30 interessierten Bürgern besuchten Geburtstagsveranstaltung im Windthorst-Saal des Katholischen Internationalen Zentrums Hannover (KIZH) in der Marschnerstraße. Insbesondere das „positive Miteinander“ sowie die „große Eigeninitiative und Motivation“ der Geflüchteten wurden hervorgehoben. Dankbar für die Unterstützung zeigten sich auch Zaher Al Arjawi (24) aus Syrien und Ahmad Khero Hamo (34) aus dem Irak, die beide bereits seit über einem Jahr in Deutschland sind und derzeit in den Unterkünften in der Nordstadt leben. Trotz bürokratischer wie auch (kleiner werdender) sprachlicher Hürden befanden sie das Leben in Deutschland einhellig als „gut“.

Neben viel Erfreulichem wurden allerdings auch nachdenklichere Töne angeschlagen: „Trotz des beeindruckenden Engagements von allen Seiten können die aktuell etwa 30 regelmäßig Aktiven die nötige Hilfe, gerade in den Bereichen Wohnungs- und Arbeitssuche, nicht immer komplett leisten“, sagte Sofia Herbers, Mitglied der Koordinatorenrunde des NKN. Neben zweifellos auftretenden Erfolgen brächten die bestehenden Schwierigkeiten die ehrenamtlichen Helfer auch immer wieder an ihre Grenzen. Der Nachbarschaftskreis würde sich daher über weitere Mitstreiter freuen - die Kontaktaufnahme ist entweder per E-Mail über nk-nordstadt@gmx.de oder immer am letzten Dienstag des Monats ab 19.30 Uhr beim gemeinsamen Stammtisch in der Gaststätte Kaiser (Schaufelder Straße 27) möglich.

Von Marius Klingemann

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