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Nordstadt Pizza als Familiensache
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Pizza als Familiensache
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00:15 23.01.2016
Von Bärbel Hilbig
Starten in der Nordstadt: Francesca Pagano-Scorcio und Berin Dione.Foto: Ditfurth Quelle: Philipp von Ditfurth
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Nordstadt

Es liegt offenbar im Trend: Inhabergeführte Geschäfte mit Erfolg in den Szenevierteln Linden oder Nordstadt gehen mit Filialen in andere Stadtteile. So eröffnete das Spandau eine Dependance in der Südstadt, der Blumenladen Indigo aus Linden ist seit einiger Zeit auch in Nordstadt und List zu finden, der Schuhladen Anne Behne aus Linden ebenfalls in der Südstadt.

Der Ringelreihen setzt sich fort: Mit einem bewährten Rezept macht Gastronom Kadir Elveren jetzt den Schritt von Linden in die Nordstadt. Vergangene Woche eröffnete er die Pizzeria Francesca & Fratelli am Engelbosteler Damm 13. Unter gleichem Namen betreibt die Familie seit gut einem Jahr ein Pizza-Bistro an der Limmerstraße und seit Herbst auch in der City. In Linden sind Elveren und seine Frau Francesca Pagano-Scorcio bestens bekannt. Seit etlichen Jahren führen sie das beliebte Mio Mio in der Deisterstraße, außerdem betrieben sie bis vor Kurzem die Burger-Bar Ohnesorg am Schwarzen Bären. Francesca & Fratelli setzt auf ein schmales Programm: Pizza nach italienischem Rezept und Salat. Die Zutaten wie Olivenöl, Mozzarella, Tomatensoße, selbst Mehl und Hefe kommen aus der Heimat der Pizzen. „Wir benutzen ausschließlich italienische Produkte und produzieren alles jeden Tag frisch“, verspricht Kadir Elveren. Mit kleinen Ausnahmen wie dem Thunfisch aus der Dose. Die Pizzen backen auf Stein in einem neapolitanischen Gasofen mit Drehscheibe. Und selbst alle Pizzabäcker kommen aus Italien, versichert Elveren, selbst Lindener mit türkischen Wurzeln.

Auch im neuen Francesca & Fratelli behält die Familie die Fäden in der Hand: Übersetzt bedeutet der Name des Lokals Francesca und ihre Geschwister. Das Geschäft am E-Damm leitet Berin Dione, der Lebensgefährte von Francescas Nichte. Der 23-Jährige stammt aus Syrien. „Aber er kann auch schon Italienisch“, scherzt Elveren. Neben ihm selbst und seiner Frau sind auch Berin Dione und Francescas Bruder Antonio Pagano-Scorcio Betreiber der Nordstädter Filiale. Pizza als Familiensache.

„Ich freue mich sehr, endlich in der Nordstadt anzukommen“, sagt Elveren. Selbst wenn in Kürze an der Christuskirche ein italienisches Restaurant eröffne, werde die Nachfrage ausreichen, glaubt der Gastronom. „Da braucht man kein Mathematiker zu sein. Der Engelbosteler Damm ist eine sehr gute Lage.“ Tagsüber seien zahlreiche Berufstätige unterwegs. „Und abends ist es auch eine schöne Straße.“

Elveren versucht bereits seit zehn Jahren, in der zentralen Nordstädter Geschäftsstraße Fuß zu fassen. Doch an ein geeignetes Objekt kam er erst jetzt heran. „Viele Hausbesitzer wollten keine Gastronomie und vermieten lieber an Handyläden oder Spielotheken.“ Auf Umwegen hat der 38-Jährige sein Ziel jetzt erreicht. Mit einer Abstandszahlung kaufte er den Vorläufer, das Bistro Piccoli, aus dem Geschäft heraus.

Geöffnet ist die neue Pizzeria montags bis sonnabends von 11.30 bis 22 Uhr. Die Preise für Pizzen reichen - bei wechselnder Karte - von 6 bis 14 Euro, die Salate kosten 3,90 bis rund 8 Euro.

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