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Nordstadt Ist der E-Damm die coolste Straße der Stadt?
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Ist der E-Damm die coolste Straße der Stadt?
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02:15 09.04.2016
Auf dem Engelbosteler Damm finden sich Uhrenmacher, Cafés und vieles mehr. Quelle: Collage
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Hannover

Die Busse der Linien 100 und 200 spucken an der Christuskirche jeden Tag unzählige Fahrgäste aus. Überhaupt herrscht reges Treiben auf dem Engelbosteler Damm: Radfahrer schlängeln sich an geparkten Autos vorbei, Passanten schlendern auf dem Fußweg, immer einen Blick in die Schaufenster gerichtet. Denn die Ladenszene der zentralen Nordstädter Einkaufsstraße wird immer attraktiver – für Kunden und Geschäftsinhaber.

Allein im vergangenen Jahr haben gleich mehrere innovative Läden eröffnet, darunter unter anderem der Soule Sneakerstore mit seinen bunten Lifestyle-Schulen, der Blumenladen Indigo und das Fahrradcafé. Der E-Damm entwickelt sich positiv. Das zieht nicht nur große Supermarkt-, Drogerie- und Bekleidungsketten an. Auch in Sachen Gastronomie hat einiges zu bieten: Bei den Soup Sisters gibt es frische Suppen und Currys, in der 24grad Rösterei Kaffeespezialitäten aus der ganzen Welt und die Hannoversche Pizzeria Francesca & Fratelli aus Linden bringt etwas „Dolce Vita“. Die Mischung der Geschäfte ist vielfältig.

Der Blumenladen Indigo von Michaela Mock aus Linden ist jetzt auch auf dem E-Damm zu Hause. Quelle: Hagemann

Vom Aufschwung der Nordstadt als beliebter Stadtteil für Studenten und junge Familien profitieren aber auch die alteingesessenen Geschäfte. Das Designkombinat etwa ist schon seit fast zwölf Jahren in der Straße beheimatet. Inhaberin Eva Diederich hat die Entwicklung also von Beginn an mitbekommen. „Seit wir hier sind, ist enorm viel passiert“, sagt die 42-Jährige. Mittlerweile gebe es viele stylische Läden, die immer mehr Kunden anlocken.

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In der kleinen Rösterei mit Cafébetrieb 24grad können die Gäste hochwertigen und nachhaltig angebauten Kaffee aus aller Welt trinken.

„Die Leute kommen nun auch zum Shoppen in die Nordstadt.“ Denn neben den üblichen Handy-Läden, Kiosken und Supermarktketten gibt es auf dem E-Damm viele inhabergeführte Geschäfte, Bars und Cafés. Und die werden nicht selten von jungen, kreativen Leuten geführt: Die Jungs vom Soule Sneakerstore sind gerade in den Zwanzigern, Florian Schubert vom Fahrradcafé ist 29 Jahre alt. Das passt zum Flair der Meile. Denn mit ihren mitunter etwas baufällig wirkenden Fassaden erinnert die Straße an das hippe Berlin-Neukölln oder die Hamburger Schanze – Orte, an denen sich eher die kreative, junge Szene trifft und niederlässt als gewitzte Geschäftsleute mit Sinn fürs Geldverdienen.

Das Spandau ist eine Instanz am E-Damm. Quelle: Kutter

Begonnen hat der Aufschwung des Engelbosteler Damms bereits Anfang des Jahrtausends. 2001 eröffneten Dirk Sabrowski und Heiko Heybey in einem alten Möbelgeschäft das Spandau Projekt. Es ist heute eine der bekanntesten Bars der Stadt. „Als ich damals an dem Schaufenster vorbeigegangen bin, habe ich gleich gedacht: Das wäre ein geiler Laden für eine Bar“, sagt Heybey. „Weil es in den Seitenstraßen schon immer viele Studentenbars gab, wussten wir von Anfang an, dass es klappt – entgegen der Meinung der Kritiker.“ Und der Erfolg gibt dem Nordstädter recht.

Dass die Straße sich zumindest im südlichen Teil so entwickelt hat, freut auch Jessica Hofmann vom Schön Schön. Seit gut sechs Jahren verkauft sie in dem Laden Wohnaccessoires, Geschenkartikel und Schmuck. „Ich habe das Potenzial gleich gesehen, einen Laden wie mich gab es damals hier noch nicht“, sagt die 44-Jährige. In den letzten Jahren habe es immer mehr Laufkundschaft gegeben. Eva Diederich ist froh über jeden neuen Laden, der aufmacht und Kunden in ihr Bekleidungsgeschäft bringt. „Wie es sich entwickelt ist es total gut“, sagt sie. „Aber es soll nicht so werden wie die Hamburger Schanze.“

Das Geschäft Soule Sneakerstore von Mirko Eikermann und Alexander Kabioll verkauft stylische Sneaker, die es nicht überall gibt. Quelle: Kutter

Von Isabell Rollenhagen

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