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Nordstadt Second Hand abseits von Linden
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Second Hand abseits von Linden
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00:15 18.06.2016
Sonay Hardt verkauft in ihrem Laden „Elfie und Ignaz“ in der Nordstadt Secondhand-Kleidung und Vintage-Möbel. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Vor Kurzem war der Hinterhof hinter ihrem Laden in der Oberstraße 8 noch ein bisschen bunter als sonst. Hardt, die dort im Kelleratelier restaurierte Möbel verkauft, hatte gemeinsam mit VEB Grüne Wiese, einem Zusammenschluss von Freizeitbastlern, zu einem Kreativ- und Vintagemarkt eingeladen.

Selbst aufgearbeitete Sekretäre, Seidenblusen im Achtzigerjahre-Muster und ausgefallene Sonnenbrillen - Sonay Hardt verkauft in ihrem Laden „Elfie und Ignaz“ in der Nordstadt Secondhand-Kleidung und Vintage-Möbel.

Die 40-Jährige veranstaltet immer wieder Events mit lokalen Künstlern, aber auch Modedesignern, die mittlerweile in Hamburg oder Berlin arbeiten. Seit anderthalb Jahren betreibt sie ihr Geschäft in der Nordstadt. Die Entscheidung für den Laden hinter der Christuskirche und gegen ihren damaligen Secondhand-Laden in Linden hält Hardt immer noch für richtig. „Die Menschen in der Nordstadt sind einfach unglaublich freundlich“, sagt Hardy. Sie zeigt auf die Fenster des benachbarten Hostels, für das sie die Betten aufgearbeitet hat, und erzählt anschließend, wie es abends nach der Einweihungsfeier vor anderthalb Jahren an der Ladentür klopfte: Vor der Tür stand ein Nachbar mit Begrüßungs-Tequila und Salz.

Hardt verkauft nur, was ihr selbst gefällt

Ursprünglich ist Hardt gelernte Malerin und Lackiererin. Mittlerweile restauriert sie ausschließlich Möbel für „Elfie und Ignaz“ und entwirft Farbkonzepte für Wohnungen und Häuser. Ihren guten Geschmack überträgt sie auch auf die Ware in ihrem Laden. Hardt verkauft nur, was ihr selbst gefällt. Sie arbeitet mit drei Haushaltsauflösungsfirmen zusammen, bei denen sie sich nach Stücken umschaut, die zu „Elfie und Ignaz“ passen. Etwa 30 bis 40 Prozent der Möbel im 200-Quadratmeter-Kelleratelier hat die 40-Jährige selbst restauriert. Und das ist aufwendig: Derzeit seien Sekretäre besonders begehrt, weiß Hardy. Um so ein Stück aufzuarbeiten, brauche sie etwa 14 Arbeitsstunden.

Als Nächstes würde sie gern eine Ecke für Secondhand-Männermode in ihrem Laden einrichten, die fehle „Elfie und Ignaz“ noch, erzählt die 40-Jährige. Doch das sei gar nicht so leicht: „Männer tragen ihre Kleidung meist einfach bis zum Ende, da kann man nicht mehr viel weiterverkaufen.“

Retro zu Vintage: Am 18. Juni um 18 Uhr findet bei „Elfie und Ignaz“ bereits zum dritten Mal im Rahmen der "Muse Inspiration Week" eine Modenschau statt. Das Kelleratelier mit seinen vielen Stühlen wird zum Catwalk für experimentelle Retro-Mode umfunktioniert. Den Höhepunkt der Show bilden die aktuellen Kollektionen der jungen Berliner Labels Ac By und Hoertingersolak.

Von Nadine Wolter

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