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Nordstadt Stadt plant zwei Neubauten in der Bodestraße
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Stadt plant zwei Neubauten in der Bodestraße
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00:15 19.02.2017
Von Bärbel Hilbig
Auf diesem Grundstück in der Bodestraße soll bald gebaut werden. Quelle: Villegas
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Hannover

Eine Änderung im Bebauungsplan soll in zwei Baulücken in der Bodestraße nun den Bau von Wohnhäusern möglich machen. „Aus städtebaulicher Sicht ist es wichtig, das Baugebiet abzurunden“, betont Carina Hilpert vom Fachbereich Stadtplanung. Bisher ist ein Mischgebiet vorgesehen. Von der früheren Idee, dort gewerbliche Nutzer anzusiedeln, ist die Stadt aber längst abgerückt. „Die Grundstücke liegen sehr zentral und bieten sich hervorragend für Studentenwohnungen an“, erläuterte Hilpert im Bezirksrat Nord.

Das schmale kleine Eckgrundstück an der Ecke zum Engelbosteler Damm bietet seit Langem einen verwahrlosten Anblick. Auf dem wenig gepflegten Grünstreifen sammeln sich Müll und Hundekot. In der Wand des Nachbarhauses fehlen einige der grünen Fassadenplatten, Dämmstoff quillt hervor. Ein Neubau müsste direkt an dieses mehrstöckige Gebäude anschließen.

Einzelne Politiker meldeten nun aber Bedenken an, da sich in der Seitenwand des Nachbarhauses mehrere Fenster befinden. „Diese Fenster in der Brandschutzwand sind nicht genehmigt, deshalb müssen sie zurückgebaut werden“, erklärte Hilpert. Dem Eigentümer sei das auch bekannt, ergänzte Stadtplanerin Edda Rabe. Das nur 263 Quadratmeter große Baugrundstück, bis vor Kurzem in städtischer Hand, hat ein Projektentwickler gekauft.

Am anderen Ende der kurzen Bodestraße stehen auf dem Eckgrundstück zur Straße Hintere Schöneworth noch ältere niedrige Gebäude. Eine kleine unbebaute Fläche gehört der Stadt. Ob der private Eigentümer nach einer Änderung des Bebauungsplans aktiv wird, steht offen. Die Stadt will ihr Grundstück aber verkaufen, sollte sich ein Bauprojekt abzeichnen. Die Höhe von Neubauten auf den beiden Brachflächen würde sich voraussichtlich an den Nachbargebäuden orientieren.

Der Lückenschluss liegt auf einer Linie mit etlichen Bauprojekten, die in kurzer Zeit im Carree Weidendamm, nördlicher Engelbosteler Damm, Kopernikus- und Bodestraße entstanden sind und noch entstehen. „Viele Bürger möchten sich verändern, aber im Stadtteil bleiben, denn der ist ja sehr attraktiv“, beobachtet Stadtplanerin Edda Rabe. Auf Grundstücken, von denen es lange schien, dass sie Brachen bleiben, stehen Wohngebäude, Feuerwache, Studenten-Apartments und das Werkstatt-Projekt Hafven. Der Bezirksrat stimmte der Änderung des Bebauungsplans einhellig zu.

Gute Nachrichten für die Nordstadt

Es geht eigentlich nur um zwei winzige Grundstücke ganz am Rande der Nordstadt. Doch die beiden Parzellen sind ein wichtiges Puzzlestück in dem Bemühen der Stadt, die Situation am nördlichen Engelbosteler Damm zu verbessern. Wenn durch eine Änderung des Bebauungsplans auf Brachen in der Bodestraße Wohnraum entstehen kann, trägt das zur Aufwertung des Viertels bei. Dass hinter einem Neubau eine hässliche Brandmauer verschwinden wird, dürfte kaum jemand beklagen. Die kaputte Fassade inklusive des verwahrlosten Grünstreifens davor ist bisher einer der ersten Eindrücke der Nordstadt, die sich dem Betrachter aus Richtung Hainholz bieten. Es sind schönere Visitenkarten denkbar. Aber es geht nicht nur um ästhetische Fragen. Die Neubauten, die bereits entlang Kopernikusstraße und Weidendamm entstanden sind, weisen mit ihrer Dynamik in die richtige Richtung. Wohnungen für Studenten und Familien, Platz für Kreative: Für die Nordstadt sind das gute Nachrichten. Denn ein Wohnumfeld kann wieder kippen und unattraktiv werden, wenn sich die Gewichte verschieben. Vergangenen Sommer stand das im Raum, als Dealer in Wohnstraßen vordrangen. Mit weiteren Neumietern wird es für sie ungemütlicher.

Ein Kommentar Bärbel Hilbig

Hilfe für sterbenskranke Kinder und Unterstützung für ihre Eltern - das bietet der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Region Hannover seit 2005. Stützpfeiler des Projekts sind ehrenamtliche Helfer, die unter dem Dach des ASB die betroffenen Familien im Leben und über den Tod des Kindes hinaus begleiten und unterstützen.

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