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Straße wird erst nach Beschwerde frei

Nordstadt Straße wird erst nach Beschwerde frei

Trogstrecke Kopernikusstraße: Wochenlang wurden an der Baustelle nicht gearbeitet, trotzdem galt eine Einbahnstraßenregelung. Erst nachdem unsere Redaktion einer Leserbeschwerde nachgegangen ist, hat die Stadt reagiert.

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Es geht also doch: Seit Dienstag ist die Kopernikusstraße wieder beidseitig befahrbar.Fotos: Thomas/privat

Quelle: Michael Thomas

Nordstadt. Seit Mitte April ruhen die Bauarbeiten in der Bahnunterführung Kopernikusstraße: Bei der Betonsanierung waren Überraschungen aufgetreten, das Sanierungskonzept wird gerade überarbeitet. Trotz der langen Arbeitsunterbrechung aber ließ die Stadt über Wochen die Einbahnstraßenregelung bestehen - zur Verärgerung vieler Autofahrer. Erst als der Stadt-Anzeiger einer Leserbeschwerde nachging, hat die Verkehrsbehörde jetzt reagiert: Seit Dienstag ist die wichtige Verbindung von der Vahrenwalder Straße zum Engelbosteler Damm wieder beidseitig befahrbar. Wann die Sanierungsarbeiten fortgesetzt werden, kann die Verwaltung derzeit nicht sagen.

Sebastian Härke von der gleichnamigen Zelte- und Planenfabrik am Weidendamm war bass erstaunt, als die beidseitige Verkehrsführung am Dienstagmorgen plötzlich provisorisch freigegeben und das Umleitungsschild mit einem Klebestreifen durchgestrichen war. „Die Stadt hat das Unmögliche möglich gemacht“, schrieb er sarkastisch in die Redaktion. Für Mitarbeiter und Lieferanten seines Unternehmens am Weidendamm hatte die Einbahnstraßenregelung Umwege von jeweils 1,5 Kilometern bedeutet - und das mehrfach am Tag.

Die Straßenunterführung zwischen dem Continental-Gelände Philipsbornstraße und der neuen Feuerwache Weidendamm ist nach Angaben der Stadt 1930 gebaut worden. Der mit Stahl bewehrte Beton muss aktuell saniert werden. Allerdings habe sich nach dem Start der Arbeiten herausgestellt, dass die Bewehrung „an anderen Stellen vorzufinden war, als in den alten Plänen verzeichnet“, bedauert Stadtsprecher Alexis Demos. Um die Statik durch den Abbruch weiterer tragender Betonelemente nicht zu gefährden, seien die Arbeiten im April zunächst gestoppt und ein neues Sanierungskonzept entwickelt worden. Derzeit werde die Terminierung der nächsten Arbeitsschritte mit der beauftragten Baufirma abgestimmt, die Sanierung werde „vermutlich in den nächsten Wochen fortgesetzt“, heißt es bei der Stadt.

Angeblich war es wochenlang nicht möglich, die Einbahnstraßenregelung während der vielwöchigen Bauunterbrechung aufzuheben. Es habe Untersuchungen an der Brücke gegeben, die die Teilsperrung der Straße erforderlich gemacht hätten, sagt Demos. Unternehmer Härke staunt darüber. „Die Straße ist doch so breit, da hätte man doch vielleicht sogar die Sanierung auch mit Zweirichtungsverkehr durchführen können“, sagt er mit dezenter Ironie. Er vermute, dass vergessen wurde, die Sperrung aufzuheben.

Jetzt hatte die Stadt offenkundig ein Einsehen und die Einbahnstraßenregelung vorübergehend wieder aufgehoben. Sie rechne mit „deutlichen Verzögerungen“ bei der weiteren Bauausführung. Wann die Arbeiten fortgesetzt werden, scheint derzeit noch nicht festzustehen.

Die Unterführung ist ein wichtiger Durchlasspunkt. Wegen der vielen Gleise des alten Hauptgüterbahnhofs und der Bahntrasse westlich vom Hauptbahnhof stellt sie die einzige Verbindung von Vahrenwalder Straße und Engelbosteler Damm zwischen dem Cityring im Süden und Auf dem Dorn im Norden dar.

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So schön ist die Nordstadt
Nordstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Nord, 13. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 30.106
  • Einwohner je Stadtteil: Nordstadt (16.604 Einwohner), Hainholz (6.664 Einwohner), Vinnhorst (6.698 Einwohner) und Brink-Hafen (140 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.777 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30167, 30165, 30179
  • Markantes aus der Geschichte: Die Nordstadt hat sich aus der "Steintor-Gartengemeinde" entwickelt, einer einst zum Amt Langenhagen gehörigen, ländlich strukturierten Verwaltungseinheit, die 1793 zum Amt Hannover kam.
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