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Vanino darf keine Holzterrasse bauen

Verbot der Stadtverwaltung Vanino darf keine Holzterrasse bauen

Die warmen Temperaturen an diesem Wochenende werden Gastronom Firat Alin besonders schmerzen. Zum April wollte er die Außenbewirtschaftung seines neuen Café-Restaurants Vanino an der Christuskirche starten. Mit bis zu 200 Plätzen hat Alin geplant. Das kann jetzt jedoch nicht ganz wie geplant umgesetzt werden.

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Musste seine Terrasse wieder abbauen: Vanino-Chef Firat Alin.

Quelle: Heusel

Hannover . Der sonnige Platz mit Südlage an der Christuskirche erscheint geradezu ideal für Außengastronomie: Mit der schmucken Kirche im Hintergrund und den vorbeispazierenden Passanten hat er durch das neue Lokal Vanino bereits viel von der Anmutung einer italienischen Piazza. Doch als Alin Mitte März eine Holzterrasse vor dem Lokal anlegen ließ, griff die Stadtverwaltung ein und ordnete einen Rückbau des fast fertiggestellten Podests an.

Dabei geht Alin davon aus, eigentlich alles richtig gemacht zu haben. Vom Marktamt bekam der Gastronom, der bereits im City-Center Langenhagen ein italienisches Lokal mit gleichem Konzept betreibt, eine Genehmigung für den Außenbetrieb. „Bei dem Gespräch habe ich auf die unebene Fläche des Platzes hingewiesen“, erinnert sich der Restaurantbetreiber. Der gepflasterte Platz an der Kirche weist ein starkes Gefälle auf, das wollte Alin mithilfe des Podests ausgleichen. Mit diesem Anliegen solle er sich an das Tiefbauamt wenden, hieß es.

Eine Mitarbeiterin des Tiefbauamts habe ihm dann gesagt, ihre Behörde sei nicht zuständig, der Platz sei Privatgrundstück der Kirchengemeinde. Spätestens an dieser Stelle beginnen die Missverständnisse. Alin berichtete der Pastorin über seine Terrasse. Diese freute sich über die Pläne, ohne zu ahnen, dass sie in den Augen des neuen Nachbarn unversehens zu einer Art Genehmigungsbehörde wurde. Dabei muss die Gemeinde selbst es jedes Mal bei der Stadt anmelden, wenn sie ein Fest feiern will. „Wenn wir gewusst hätten, dass es erforderlich ist, hätte wir einen Bauantrag gestellt“, beteuert Alin.

Die Stadtverwaltung weist zurück, dass das Tiefbauamt die Fläche als Privateigentum der Christuskirche bezeichnet habe. „In den Gesprächen vorab wurde mitgeteilt, dass ein Podest nicht erlaubnisfähig ist“, betont Stadtsprecher Dennis Dix. Dagegen ist eine Fläche für Außengastronomie längst festgelegt und könne genutzt werden. „Podeste werden in der Regel nicht genehmigt, weil sie mit ihren Kanten ein Hindernis unter anderem für Rollstuhlfahrer darstellen“, erläutert Dix. Wie das offensichtliche Missverständnis zustande gekommen sei, lasse sich nicht feststellen.

Vanino-Chef Alin, der bisher 3000 bis 4000 Euro in die Terrasse investiert hat, hofft weiter auf eine Lösung. Auch weil bei der Planung des markanten Neubaus, der das Vanino beherbergt, bei Stadt und Bauherrn viel von einer Belebung des Platzes die Rede war. Als Tor zur Nordstadt soll er die Verbindung mit Klagesmarkt und Innenstadt stärken. Alin ging davon aus, dass sein Konzept dazu genau passt. „Die Fläche kann so aber nicht bespielt werden.“ Nächste Woche hat der Gastronom einen Ortstermin mit einem Stadtmitarbeiter. Es gib also noch Hoffnung auf einen Cappuccino in der Sonne.

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