Streifenbeamte waren in der Podbielskistraße auf den torkelnden Jugendlichen aufmerksam geworden und beschlossen, ihn an seine Eltern zu übergeben. Auf dem Weg dorthin verschlechterte sich der Zustand des 16-Jährigen so dramatisch, dass die Beamten einen Rettungswagen riefen. Ein Alkoholtest ergab schließlich einen Blutalkoholwert von 3,28 Promille.
Die Polizei prüft nun, wie der Minderjährige an den vermutlich hochprozentigen Alkohol gelangen konnte. Der Jugendliche befindet sich weiterhin in ärztlicher Behandlung und konnte noch nicht befragt werden. Sollte er die Getränke von Erwachsenen, etwa in einem Geschäft von Privatleuten erhalten haben, müssen diese mit Konsequenzen rechnen – so wie eine 25-jährige Kellnerin. Sie hatte zwei 15 und einem 16 Jahre alten Jugendlichen am Freitagabend brandweinhaltige Getränke verkauft.
Gegen 1 Uhr nachts stießen Polizeibeamte auf einen der 15-Jährigen – er lag völlig betrunken auf dem Bürgersteig in der Röselerstraße in der Innenstadt. Ein Atemalkoholtest ergab 1,32 Promille. Die Kellnerin, die die alkoholischen Getränke verkauft hat, muss sich wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten.
Bereits am Freitagabend wurde ein 15-Jähriger seinen Eltern übergeben, bei dem in der Oststadt ein Alkoholwert von 1,56 Promille festgestellt worden war. Die Vorfälle stehen im krassen Gegensatz zu den Ergebnissen einer groß angelegten Alkoholkontrolle unter Jugendlichen am Wochenende auf dem Maschseefest. Dort traf die Polizei keinen betrunkenen Minderjährigen an.
Kommentare
Teufel Alkohol Pumuckel – 12.08.09
In Kanada bekommt man Alkohol ausschließlich in lizensierten Läden mit strengster Alterskontrolle. Trinken in der Öffentlichkeit wird zudem hart und unmittelbar bestraft! Die Polizei verlangt direkt hohe Strafgebühren! Außerdem ist schon Bier recht teuer dort! Das Ergebnis: deutlich weniger Probleme und bedeutend sauberere Städte!Es ist alles eine Frage des politischen Willens (den die Getränke-Industrie aber sicher längst gekauft hat)!
Alkohol ab 18 ist nicht die Lösung Mimi – 11.08.09
Wer einmal länger als ein paar Tage in Großbritannien verbracht hat wird bald merken, dass es keine Lösung ist, Alkohol zu besteuern oder ab 18 bzw 21 Jahren legal zu machen.Ich hab selber in meiner Jugendzeit dort gelebt und das Verbot hat die Jugendlichen eher noch angereizt besonders viel und besonders harte Sachen zu konsumieren. Nicht in Pubs, sondern auf offener Straße oder in Parks etc. Binch drinking ist ja auch hier mittlererweile ein weit verbreitetes Phänomen. In GB schon viel länger und intensiver.
Wir machen es ihnen doch vor Norbert S. – 11.08.09
Wir machen es den Jugendlichen doch auf den Saufveranstaltungen wie z.B. dem Maschseefest vor. Also was erwarten wir da vom Nachwuchs?andere Alkoholgesetze müssen her whoknows – 10.08.09
Ich war neulich in England, da durfte man zwar ab 18 Alkohol kaufen, aber jeder der nicht aussah wie 25 musste nen Ausweis vorlegen, da kann dann keiner nachher sagen der sah aber schon älter aus, denn kein 17 Jähriger sieht älter als 25 aus.