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Ärger um Halteverbot in der Wilhelm-Tell-Straße

Misburg-Nord Ärger um Halteverbot in der Wilhelm-Tell-Straße

In der Wilhelm-Tell-Straße werden neue Leitungen verlegt, bis November besteht dort Halteverbot. Entsprechende Hinweisschilder wurden aber zu spät aufgestellt - und fünf verärgerte Anwohner für Falschparken zur Kasse gebeten.

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Halteverbote müssen mindestens 72 Stunden vor Beginn angekündigt werden.

Quelle: Martin Steiner

Misburg-Nord. Ärger an der Wilhelm-Tell-Straße in Misburg-Nord: Fünf Anwohner kassierten in der Knöllchen für falsches Parken, weil sie ihre Autos wie gewohnt am Straßenrand abgestellt hatten. Eine Baufirma hatte zum Baustellenstart an einem späten Montagnachmittag mobile Halteverbotsschilder aufgestellt: Der Bereich, in dem die Stadtwerke im Laufe der Woche mit Leitungsarbeiten beginnen wollten, musste für die kommenden Monate von parkenden Wagen geräumt sein. Bereits am Dienstagnachmittag schickte die Misburger Polizei eine Streife durch die Wohnstraße und verpasste den fünf vermeintlichen Falschparkern ein Strafmandat.

Was die Polizisten zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Die mobile Beschilderung stand gerade einmal 24 Stunden an Ort und Stelle. „Die Baufirma ist allerdings verpflichtet, die Halteverbotsschilder mindestens 72 Stunden vor Baubeginn aufzustellen, um Anwohnern die Gelegenheit zu geben, ihr Auto zu entfernen“, erklärte Hauptkommissar Uwe Rischbieter auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers. Als zuständiges Kommissariat sei die Misburger Polizei über die Baustelle und das damit einhergehende Parkverbot zwar informiert worden. „Uns wurde aber nicht mitgeteilt, ab wann das Halteverbot gelten soll, und auf den Schildern selbst wurde keine Angabe zur Dauer der Bauarbeiten gemacht“, sagt Rischbieter. Der Fehler liege damit allein bei dem Bauunternehmen.

Bei den betroffenen Autofahrern stößt das Vorgehen von Baufirma und Polizei auf wenig Begeisterung. „Die Schilder stehen sehr weit auseinander und werden deshalb gar nicht richtig wahrgenommen. Außerdem rechnet man doch nicht damit, dass man vor der eigenen Tür plötzlich nicht mehr halten darf“, ärgert sich eine Anwohnerin.

Hauptkommissar Rischbieter hat sich mittlerweile mit dem städtischen Fachbereich für Recht und Ordnung in Verbindung gesetzt und veranlasst, dass die angekündigten schriftlichen Verwarnungen zurückgehalten werden. „Sollten die Briefe bereits in der Post sein, können wir den Betroffenen nur raten, den Sachverhalt zu schildern und eine Einstellung des Ordnungswidrigkeiten-Verfahrens zu fordern“, erklärte Rischbieter. „Wer bereits gezahlt hat, hat allerdings keine Chance, sein Geld zurückzubekommen.“

Tanja Piepho

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