Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Anwohner im Sahlkamp fühlen sich nicht sicher
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Anwohner im Sahlkamp fühlen sich nicht sicher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 04.12.2017
Die Spurensicherung markiert nach der Schießerei am Steigerwaldweg die Fundorte der Patronenhülsen.  Quelle: Foto: Dröse
Sahlkamp

 Viele Anwohner im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide fühlen sich in ihrer Nachbarschaft nicht mehr sicher. Erst kürzlich war es im Steigerwaldweg, der im Bezirk liegt, zu einer Schießerei gekommen, die für Aufsehen sorgte. Dieses Ereignis brachte bei der Bezirksratssitzung in der IGS Bothfeld eine große Diskussion ins Rollen. 180 Anwohner besuchten die Sitzung – von denen viele ihren Unmut äußerten. „Seit einiger Zeit zünden irgendwelche Gruppen immer wieder extrem laute Böller zu jeder Tageszeit“, bemerkte der Anwohner Matthias Konrad. Drei bis sechs laute Knalle pro Nacht im Bereich Sahlkamp seien die Folge. Mehrere der Anwesenden pflichteten Konrad bei. „Er spricht mir aus der Seele. Ich habe schon überlegt, eine Kamera anzubringen, weil die Polizei nichts macht“, sagte eine besorgte Anwohnerin vom Vahrenheider Markt. Laut ihr handele es sich bei den Übeltätern um Jugendliche.

Fotostrecke Hannover Aus der Stadt: 27-Jähriger durch Schuss verletzt

Auch Drogen machen Sorgen

Doch nicht nur die Ruhestörungen seien ein Problem im Stadtbezirk. „Was will die Stadt eigentlich gegen das Drogenproblem tun? Am Leidenburger Weg wird ja mehr gedealt als in Hannovers Innenstadt“, sagte Anwohner Paul Bethge. Ein weiterer Anwohner aus dem Niedernerweg, der bereits seit mehr als 40 Jahren in Bothfeld lebt, bemerkte, dass er trotz seiner kräftigen Statur mittlerweile Angst habe, sich im Sahlkamp zu bewegen.

Viele der Anwesenden kritisierten zudem, dass die Präsenz der Polizei zu gering sei. Die Polizeistation im Tempelhofweg schließt um 18 Uhr. Bei späteren Einsätzen müssen die Einsatzkräfte aus dem Revier in Lahe anrücken. „Das dauert einfach zu lange“, kritisierte Bezirksratsmitglied Eike Bredow von der CDU-Fraktion. „Der Bezirksrat hat schon im Juni beschlossen, dass die Polizeistelle im Bezirk dauerhaft besetzt werden soll. Wieso hat die Verwaltung darauf noch nicht reagiert?“, fragte Bredow den Stadtbezirksmanager Dietmar Krebs verärgert. „Bisher hat die Stadt darauf leider nicht geantwortet, obwohl ich sie schon mehrfach angemahnt habe“, antwortete Krebs. Generell sei es aber die Aufgabe der Polizei, das Sicherheitsproblem in den Griff zu kriegen, nicht der Verwaltung.

Neuer Sicherheitsplan als Hoffnung

„Dann müssen wir als Bezirksrat weiterhin massiv Druck machen, damit hier mehr Personal eingesetzt wird“, bemerkte Frank Jacobs, Einzelvertreter der AfD. „Die tatsächliche Lage ist krimineller, als sie hier gerade beschrieben wird.“

Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg versuchte zu schlichten. „Der neue Sicherheitsplan der Stadt Hannover soll im nächsten Jahr vorgestellt werden. Dann wird auch diese Situation ausführlich besprochen“, sagte Grunenberg. Dafür seien im Frühjahr zwei Sondersitzungen mit Hannovers Kämmerer Axel von der Ohe angesetzt.

Für die Anwohner war die Antwort des Bezirksbürgermeisters nicht zufriedenstellend. „Das ist doch lächerlich“, rief ein Besucher verärgert in den Raum.

Von Johanna Kruse

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Durch raschen Einsatz hat die Feuerwehr am Freitagmorgen einen Großbrand im Industriepark Rothwiese in Anderten verhindert. Gegen 10 Uhr waren Reinigungschemikalien in einer Beschichtungsmaschine in Brand geraten. Die Feuerwehr löste Alarmstufe zwei aus und war mit zwei Löschzügen vor Ort.

11.09.2015
Ost Auch Stephan Weil nimmt teil - Flüchtlinge feiern Sommerfest

Trotz Nieselregen haben 50 Flüchtlinge aus dem Sudan, Irak und Ghana ihr Sommerfest in der Bothfelder Eichenstraße liebevoll vorbereitet. Neben vielen Nachbarn besuchte auch Ministerpräsident Stephan Weil die Veranstaltung - mit einem besonderen Anliegen.

06.09.2015

Bei einem Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Lärchenstraße (Oststadt) ist am Sonntagnachmittag ein Schaden von rund 30.000 Euro entstanden. Die betroffene Wohnung ist erst einmal unbewohnbar. Menschen wurden nicht verletzt.

12.07.2015