Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Arbeitskreis Stadtteilgeschichte List feiert 25-jähriges Jubiläum

List Arbeitskreis Stadtteilgeschichte List feiert 25-jähriges Jubiläum

Seit 25 Jahren ist der Arbeitskreis Stadtteilgeschichte der Vergangenheit der List auf der Spur. Den Anstoß gaben einst die Studenten des Historischen Seminars der Universität Hannover und ihr Professor Carl-Hans Hauptmeyer. Die Geschichte der List wollten sie gemeinsam mit Bürgern aus dem Stadtteil erkunden.

Voriger Artikel
Parkplatznot am Immengarten sorgt für Ärger bei Anwohnern
Nächster Artikel
Keine Lösung im Stadtbahn-Streit in Hannover in Sicht

"Am Listerthurm": Die alte Postkarte zeigt, wie beschaulich es um 1900 auf der heutigen Walderseestraße zugangen ist.

Quelle: Handout

Den Anstoß gaben einst die Studenten des Historischen Seminars der Universität Hannover und ihr Professor Carl-Hans Hauptmeyer. Die Geschichte der List wollten sie erkunden – nicht trocken und theoretisch, sondern gemeinsam mit Bürgern aus dem Stadtteil. Gleich das erste Treffen im Freizeitheim Lister Turm war von Erfolg gekrönt: Im März 1986 entstand daraus der Arbeitskreis Stadtteilgeschichte List (AK List), der jetzt sein 25-jähriges Jubiläum feiert.

Recht bald konnte der Geschichtsarbeitskreis zu einem ersten Stadtteilspaziergang aufrufen. Er führte durch das alte Dorf im Umfeld der Höfestraße. Auch die Industrie fand das Interesse der Teilnehmer, die daraufhin traditionsreiche Unternehmen wie Bahlsen, die frühere Grammophon oder die Pelikan-Werke besuchten. Als Leiter des AK List hielt Walter Leonhardt die Gruppe beisammen, organisierte Exkursionen und Lichtbilder-Vorträge zur Stadtteilgeschichte, bis er 1998 im Alter von 79 Jahren starb. In seine Fußstapfen trat Wolfgang Leonhardt, der trotz gleichen Namens mit seinem Vorgänger nicht verwandt ist. Der in Vinnhorst lebende Hobbyforscher wurde bald zur treibenden Kraft des AK List. Seine Bücher „Die List“ sowie „List und Vahrenwald“ sind inzwischen renommierte Titel in der örtlichen Heimatliteratur. Weitere Bände füllte Leonhardt mit Begebenheiten aus Hannovers Geschichte und, nicht zu vergessen, als Spezialist für den hannoverschen Motorflugpionier Karl Jatho.

Auch andere Teilnehmer bereicherten den AK List immer wieder mit ihren Recherchen. Im Stadtarchiv stießen sie unter anderem auf die Urkunde, mit der 1304 erstmals das kleine Dorf List zutage trat. Die Geschichtsfreunde lieferten damit die entscheidende Grundlage für das Stadtteil-Jubiläum, das 2004 mit vielen Aktionen gefeiert wurde.

Nahe dem Reiterstadion Vahrenheide ließ der AK List inzwischen einen Gedenkstein für Karl Jatho aufstellen, der hier vermutlich 1903 seinen ersten Luftsprung wagte. Auch zu den historischen Hannover-Filmen, die jüngst die Hannoversche Allgemeine Zeitung herausgab, hat die Gruppe beigetragen: Beim Trainieren ist der Lister Werner Lampe zu sehen, der in den siebziger Jahren zur internationalen Elite im Schwimmsport zählte.

Als neuestes Projekt schreibt Leonhardt an einem Buch, in dem unter anderem Baudenkmäler in der List eine Rolle spielen. Der AK List hat derweil regelmäßig mehr als 20 Besucher zu verzeichnen. „Viele bringen alte Fotos mit oder erzählen als Zeitzeugen von ihren Erlebnissen“, sagt Leonhardt. Auch nach 25 Jahren taucht immer wieder Neues aus der Vergangenheit auf.

Der Arbeitskreis Stadtteilgeschichte List trifft sich immer am ersten Donnerstag eines Monats um 15 Uhr im Freizeitheim Lister Turm, Walderseestraße 100. Weitere Auskünfte gibt Wolfgang Leonhardt unter der Telefonnummer 78 90 68.

Gerda Valentin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ost
Region Hannover