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Ost Bäume fallen für die Stadtbahntrasse
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Bäume fallen für die Stadtbahntrasse
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14:39 02.03.2012
In Höhe Forstkamp ist der Baumbestand übersichtlicher geworden. Quelle: Piepho
Misburg

Der Ausbau der Stadtbahntrasse von der Schierholzstraße in Richtung Meyers Garten tritt in eine neue Phase. Zwei Wochen lang haben die Männer in Orange im Auftrag der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (infra) auf der Buchholzer Straße zwischen Werfelstraße und der Straße Am Forstkamp insgesamt rund zwei Dutzend Bäume, darunter auch einige Jahrzehnte alte Trauerweiden gefällt und vor Ort mit Stumpf und Stiel zu Kleinholz geschreddert.

Damit hat die infra als Eigentümerin und Verwalterin des hannoverschen Schienennetzes nicht nur den Weg in eine komplette Neugestaltung der Kreuzung frei gemacht, sondern dem Bereich vor dem künftigen Endhaltepunkt Misburg auch ein ganz neues Gesicht verpasst. Allerdings sehr zum Ärger vieler Anwohner. "Ohne die stattlichen Bäume, die einem Stadtteil Charme verpassen, sieht es hier fürchterlich aus", klagt Heinz-Hermann Borsum, der selbst am Forstkamp wohnt. Nachbarn haben ihren Unmut direkt an die infra gerichtet und ganz individuelle Protestschreiben an die provisorische Baustellenabsperrung gehängt.

"Wir beginnen mit den Leitungsarbeiten zwar erst im Laufe des Jahres, müssen uns zum Schutz der Brutvögel allerdings an die Fällperioden halten", argumentiert infra-Betriebsleiter Martin Vey auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers. So habe man nun zunächst dort Platz geschaffen, wo im Sommer mit den ersten Vorbereitungen des Trassenbaus begonnen werde.

Das ganz große Baumroden geht dann erst wieder im September los, wenn im Misburger Wald entlang der Buchholzer Straße von der Schierholzstraße bis in Höhe Werfelstraße eine rund zwölf Meter tiefe Schneise Platz für die ersten Schienenstränge macht.

Für die Stadtbahnverlängerung ins Misburger Zentrum liegt seit Ende Januar die Baugenehmigung vor, der soge nannte Planfeststellungsbeschluss. Jetzt werden Aufträge ausgeschrieben und Vorbereitungsarbeiten ausgeführt. Die Bürgerinitiative Arge Stadtbahn in Misburg hält davon nichts, weil Anwohner unter Lärm und Vibrationen leiden, seit das erste Teilstück der Strecke zur Schierholzstraße in Betrieb gegangen ist. Wegen der Rumpelei der Bahnen hatte die infra vor Weihnachten Gummilagen unter den Schienen ausgetauscht. Seitdem hat sich die Situation verbessert, wie auch die Bürgerinitiative bestätigt. Bei der Verlängerung soll von vorne herein eine andere Unterkonstruktion unter den Gleisen verwendet werde als im ersten Streckenabschnitt. Die 1,8 Kilometer lange und 14 Millionen Euro teure Strecke von der Schierholzstraße bis Meyers Garten soll 2013 in Betrieb gehen.

Tanja Piepho

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