Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Baumaßnahmen an Schulen verzögern sich

Schulbau Baumaßnahmen an Schulen verzögern sich

Die Bauarbeiter an den Schulen in Hannover Ost müssen nachsitzen: Die Fertigstellung der Grundschule Groß-Buchholzer Kirchweg wird sich voraussichtlich bis Ende September hinziehen, und auch in der List müssen sich Schüler und Lehrer auf andauernde Bauarbeiten nach den Ferien einstellen.

Hannover List 52.39516 9.744446
Google Map of 52.39516,9.744446
Hannover List Mehr Infos
Nächster Artikel
In diesen Schulen wird während der Ferien gebaut

Von außen wirken die beiden neuen Klassentrakte der Leibnizschule in List schon fertig, innen gibt es aber noch einiges zu tun.

Quelle: Link

Hannover Ost. Das Außengelände der Grundschule Groß-Buchholzer Kirchweg lässt kaum erahnen, dass dort in zwei Wochen schon wieder der Schulbetrieb aufgenommen wird. Auch auf dem Gelände der Leibnizschule und der IGS List in der Röntgenstraße sieht es noch wüst aus. Während die Restarbeiten für die Leibnizschule in der List vor Schulbeginn abgeschlossen werden sollen, ist das Ziel in der Grundschule Groß-Buchholzer Kirchweg weniger ehrgeizig: „Alle Arbeiten inklusive der Außenanlagen sollen in den ersten Wochen nach Schulbeginn abgeschlossen werden“, sagt Stadtsprecher Klaus Helmer. Das Bauende sei für September geplant.

Somit wird die Fertigstellung der Grundschule, die nun zur Ganztagsschule wird, ein weiteres Mal verschoben. Zunächst sollte die Sanierung Ende 2010 abgeschlossen werden, dann im März 2011. Durch unerwartete Mängel in der Bausubstanz und Lieferschwierigkeiten beim Baumaterial rechnete der städtische Fachbereich Gebäudemanagement zuletzt mit einem Bauende im August 2011. Nun soll es doch September werden, und auch die Kosten waren während des Baus etwa um eine weitere Million gestiegen – von 5,17 Millionen Euro vor Baubeginn auf 6,15 Millionen Euro.

Anders sieht es bei den Lister Schulen aus: „Der ursprünglich veranschlagte Kostenrahmen wird eingehalten“, verspricht Hans-Jochen von Nathusius vom Bauherrn Union Boden, ohne sich zu den Kosten im Einzelnen äußern zu wollen. Das Tochterunternehmen der Stadt hat das Gelände samt Gebäude gekauft, weil die Sanierung in Höhe von geschätzten 31,9 Millionen Euro nicht aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden konnte. Stattdessen renoviert Union Boden im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) die Gebäude und vermietet sie zurück an die Stadt. Die Jahresmiete beträgt bei einer Laufzeit von zunächst 20 Jahren plus drei Jahren Bauzeit rund 2,8 Millionen Euro.

Der zweite Bauabschnitt auf dem Schulgelände der IGS List und des Gymnasiums ist offiziell abgeschlossen: Zwei Klassentrakte mit Mensa und Verwaltungsräumen wurden für das Gymnasium Leibnizschule gebaut. Die neue Drei-Feld-Sporthalle teilt sich das Gymnasium mit der IGS List. Doch in allen Neubauten und auf dem Außengelände müssen noch Restarbeiten erledigt werden, die aber keinen Einfluss auf den Schulbetrieb haben sollen. „Die Außenanlagen werden jetzt noch fertig gestellt. Nach den Ferien kann die Schule wieder vollständig genutzt werden“, verspricht von Nathusius.

Unterdessen hat vor zwei Wochen auf dem Gelände der dritte Bauabschnitt begonnen, der unter anderem die Sanierung der IGS List vorsieht. Anders als bei der Renovierung der Leibnizschule müssen die Schüler nicht in Container ausweichen. „Die Schüler werden in anderen Fach- und Klassenräumen unterkommen“, sagt Bauleiter von Nathusius.

Über die Zukunft der sogenannten Bunsenhalle, der alten Sporthalle der IGS an der Ecke Bunsenstraße / Lister Kirchweg, kann der Abteilungsleiter Bau bei Union Boden dagegen keine genauere Angaben machen: „Wir sind zwar Bauherr, laut dem Vertrag zwischen Union Boden und der Stadt kann diese aber über Abriss oder Sanierung der Bunsenhalle entscheiden.“ Nachdem sich der Bezirksrat Vahrenwald-List in seiner Mai-Sitzung auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig für den Erhalt der Bunsenhalle ausgesprochen hatte, habe Union Boden den bereits geplanten Abriss gestoppt. Nun warte das Unternehmen auf eine Entscheidung seitens der Stadt.

Die Stadtverwaltung prüfe derzeit noch, ob eine Renovierung der Halle machbar sei, sagt Stadtsprecher Helmer. Von Nathusius schätzt, dass die Kosten für eine Komplettsanierung im sechsstelligen Bereich liegen könnten. Die Halle aus den fünfziger Jahren sei veraltet und stark sanierungsbedürftig. „Bisher hat keine Grundsanierung stattgefunden“, sagt er. Viele Teile des Gebäudes wie etwa die Fenster seien mehr als 50 Jahre alt.

Christian Link

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Schulinfrastruktur

Während der Sommerferien rollt an zahlreichen Schulen und Kindertagesstätten in Hannover der Bagger an: Um- und Neubauten sowie Sanierungen stehen auf der Agenda. Wir haben für Sie zusammengestellt, an welchen Schulen im Bereich des Stadt-Anzeigers Ost derzeit gebaut wird.

mehr
Mehr aus Ost
Region Hannover