Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Bauprojekt hinterm Bauernhof
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Bauprojekt hinterm Bauernhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 04.07.2015
Anzeige
Bothfeld

Bothfeld. Am Bothfelder Kirchweg entsteht demnächst eine der innovativsten Wohnanlagen in Hannover. Das Bauunternehmen Gundlach will hinter einem denkmalgeschützten Bauernhof zehn Häuser für 40 Mietwohnungen bauen - und zwar gegen den Trend besonders kostensparend. „Wir haben dort überall 10 Prozent weniger Wohnfläche als in vergleichbaren Wohnungen“, sagt Firmenchef Lorenz Hansen. Niedrige Mietkosten und Gemeinschaftsflächen sollen die neue Wohnanlage für die künftigen Bewohner interessant machen. „Ziel ist es, dass dort junge Familien mit Kindern wohnen“, sagt der Bauunternehmer.

Bei einer Informationsveranstaltung in der Oststädter Gundlach-Zentrale stellten Hansen und Projektentwickler Andreas Kramer das Bauvorhaben vor mehr als 40 interessierten Bürgern vor. Für das Wohnprojekt Bothfelder Kirchweg entstehen fünf dreigeschossige Hofstellen mit jeweils acht Mietwohnungen. Der alte Bauernhof bleibt erhalten, wird aber etwas umgestaltet. Das Haupthaus soll zu einer Wohnanlage für Senioren werden, in der Scheune wird künftig der Abfall für die Wohnanlage gesammelt. Außerdem sind hier 80 Abstellplätze und eine Fahrradwerkstatt vorgesehen.

Besonderer Clou der fünf L-förmigen Hofstellen sind die Gemeinschaftsräume, in denen sich die Bewohner begegnen sollen. Angedacht sind etwa ein Spielraum für Kinder, eine Werkstatt, ein Veranstaltungsraum, eine Kombination aus Waschküche und Café sowie eine Besucherwohnung, die man buchen kann, wenn Gäste zur Übernachtung kommen. „Wir sprechen mit dem Projekt Menschen an, die gern zusammen in einer Gemeinschaft wohnen möchten“, sagt Hansen. Ein Mieterbeirat soll das Zusammenleben regeln.

Die Grundrisse der einzelnen Wohnungen will Gundlach auf das Wesentliche reduzieren. Die typische Dreizimmerwohnung in der neuen Wohnanlage soll nur über 64 Quadratmeter verfügen. „Das ist deutlich weniger als derzeit auf dem Markt üblich ist“, erläutert Hansen. Aber nicht nur reduzierte Wohnflächen sollen die Bau- und Mietkosten senken. Statt Balkonen gibt es Aufenthaltsmöglichkeiten in den Höfen, anstelle von Aufzügen führen offene Treppen ins Ober- und Dachgeschoss. Barrierefreies Wohnen soll nur im Erdgeschoss und im alten Bauernhof möglich sein. Unterirdisch wird ebenfalls nicht gebaut. „Werthaltiges Wohnen muss nicht zwangsläufig einen Keller bedeuten“, sagt Hansen.

Wie hoch die Kaltmiete für die Wohnungen sein wird, kann Hansen noch nicht sagen. „Für uns ist relevant, was Sie am Ende des Monats für ihre Wohnungen zahlen“, antwortet er auf eine Nachfrage aus dem Publikum. Das Wohnen im neuen Quartier werde vor allem durch die Nebenkosten günstig. „Wir bauen da fast nur Passivhäuser“, bestätigt Kramer. Die dreigeschossigen Häuser mit Spitzdach sollen so hoch wie die Nachbarhäuser werden und sehen auf den Visualisierungen der Architekten ziemlich schick aus. Ob der Entwurf aus hellem Holz und dunklem Klinker oder Putz am Ende aber auch so realisiert wird, steht noch nicht fest.

„Wenn es mit dem Baubeginn Anfang 2016 klappt, werden wir mit den Hochbauten Ende 2017 fertig sein“, sagt Kramer zum Zeitplan. Vorher muss die Politik aber noch das notwendige Baurecht schaffen. Als erstes Gremium wird der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide in seiner Septembersitzung über das Projekt abstimmen. Der Umbau des leer stehenden Bauernhofs soll dagegen schon in diesem Jahr beginnen, denn dafür muss die Stadt nur einen Bauantrag bewilligen.

Von Christian Link

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Ost Trickbetrug in Groß-Buchholz - Dieb stiehlt Rentner 10 Euro aus Geldbörse

Als er von einem Mann vor dem Einkaufszentrum nach Wechselgeld gefragt wurde, zückte ein 78-Jähriger sofort sein Portemonnaie. Der Mann war allerdings an mehr als nur dem Wechselgeld interessiert. Vom Rentner unbemerkt entwendete er einen 10-Euro-Schein aus der Geldbörse - und wurde festgenommen.

02.07.2015

Die Kleefelderin Irmgard Hopp hat jetzt ihren 100. Geburtstag gefeiert. Dabei sagte eine Wahrsagerin ihr in jungen Jahren ein kurzes Leben voraus. Nun konnte die in Linden geborene Irmgard Hopp mit neun Enkeln, Urenkeln und Ururenkeln sowie einigen anderen Gästen ihren runden Geburtstag begehen.

28.06.2015
Ost Groß-Buchholz/Kleefeld - Spott im Straßennamen

Die Benennung des künftigen Klaterfeldwegs in Nähe der MHH hat Trubel im Bezirksrat verursacht. Nach einer historischen Recherche soll Klaterfeld eine abwertende, spöttische Bezeichnung für Kleefeld sein. Die Bezirksratsmehrheit aus SPD und Grünen stimmte aber für den Namen.

28.06.2015
Anzeige