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Ost Wolfram Hänel besucht Grundschule Gartenheimstraße
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Wolfram Hänel besucht Grundschule Gartenheimstraße
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00:16 19.04.2018
Der vierte Jahrgang der Grundschule Gartenheimstraße freut sich auf die Lesung mit Wolfram Hänel. Wolfram Hänel beantwortet die vielen Fragen der Kinder. Quelle: Sonja Steiner
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Bothfeld

„Was braucht man zum Schreiben?“, fragt Wolfram Hänel. In der Turnhalle der Grundschule Gartenheimstraße schnellen mehrere Finger in die Höhe. „Eine Idee!“, antwortet ein Mädchen mit langen schwarzen Haaren und einem rosafarbenen Pulli. „Mensch, toll, gleich so eine gute Antwort“, lobt der Kinderbuchautor. Seine Ideen kommen aus dem, was er erlebt, berichtet der Autor. „Und oft lese ich auch etwas in der Zeitung, von dem ich denke, da könnte eine Geschichte draus werden.“

Der hannoveraner Autor ist zwei Tage in der Schule zu Gast, liest den Kindern aus seinen Büchern vor und unterhält sich mit ihnen über seinen Beruf. Den Besuch möglich gemacht haben die Friedrich-Bödeker-Stiftung und die Eltern der Mini-Mensa der Grundschule. „Was ist denn ein Verlag?“, lautet seine nächste Frage. Ein Junge antwortet: „Etwas, was Bücher herstellt.“ Hänel muss schmunzeln, das „Etwas“ gefällt ihm. Überhaupt ist ihm anzumerken, dass er die Begegnung mit Kindern mag – seine lockere Art kommt gut an. Das bedeutet nicht, dass er sich alles gefallen lässt: „He, ihr Krawallbande, ich habe euch im Auge, Jungs“, meint er mit Blick nach rechts, wo eine Gruppe Faxen macht und augenblicklich still ist, als er sie anspricht.

Ein Monat für eine kurze Geschichte

Als Hänel beginnt, eine Krimigeschichte zu lesen, ist gar kein Mucks mehr zu hören. 50 Kinder aus dem vierten Jahrgang verfolgen aufmerksam die spannende Geschichte um Paul und Prinzessin, die zwei Ausreißer in Italien ausfindig machen. Nach einer Weile klappt Hänel das Buch mit einem Knall zu und sagt: „So, genug gelesen!“ – „Nööö!“, erschallt es vielstimmig durch die Halle. „Jetzt dürft ihr fragen“, sagt er. „In welcher Erzählzeit schreibst du“, lautet eine Frage. „Wow, diese Frage habe ich noch nie gehört“, lobt Wolfram Hänel den Jungen. „Immer in der Gegenwart. In Deutschland werden alle Kinderbücher in der Gegenwart geschrieben und die meisten Erwachsenenbücher in der Vergangenheit. Warum das so ist, weiß ich auch nicht“, erklärt er. „In Amerika zum Beispiel ist das anders.“ Ein Mädchen will wissen, wie lange er an einer Geschichte schreibt. „Für eine kürzere brauche ich einen Monat. Erst schreibe ich drei, vier Tage und dann überarbeite ich sie fünf-, sechs- oder siebenmal. Gerade bei den kürzeren muss ja jedes Wort sitzen“, verrät Hänel.

Schulleiterin Katja Schröder ist begeistert. „Wolfram Hänel ist zum zweiten Mal hier zu Gast, weil es allen so gut beim ersten Mal gefallen hat. Und er ist ja auch Vorbild, denn es ist toll, dass die Kinder einen Autor mal persönlich kennenlernen und darüber vielleicht auch Lust bekommen, selbst zu schreiben“, erzählt sie im Anschluss an die Lesung. „Und es ist auch nachhaltig, die Kinder haben sich viel vom ersten Besuch gemerkt!“ 

Von Sonja Steiner

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