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Ost Bunker im Zooviertel wird gesprengt
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Bunker im Zooviertel wird gesprengt
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22:20 06.12.2011
Von Andreas Schinkel
Der Bunker in der Lönsstraße. Quelle: Kris Finn
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Zooviertel

Da das Betonrelikt aus dem Zweiten Weltkrieg sehr massiv ist, muss eine Spezialfirma aus Offenbach anrücken und dem Bauwerk mit gezielten Sprengungen zu Leibe rücken. Einige Anwohner zeigten sich bei einer Bürgerversammlung am Montagabend besorgt, dass die Detonationen auch ihren eigenen Häusern zusetzen könnten. Zudem befürchteten sie unzumutbare Lärmbelästigungen.

„Die Vibrationen lassen sich aber durchaus kontrollieren“, sagt Robert Zeller, Chef des gleichnamigen Abrissunternehmens. Denn der Bunker werde nicht in Gänze gesprengt, sondern kleine, gezielt angebrachte Ladungen im Inneren des Bauwerks sollten Risse in den Wänden erzeugen. „Danach können wir die Fassade mit der Abbruchzange in Angriff nehmen“, sagt Zeller, der bereits 15 Bunker in verschiedenen Städten zum Einsturz gebracht hat. Die Sprengladungen seien vonnöten, weil die Abbruchzange keine Wände knacken kann, die mehr als zwei Meter dick sind. Vorsichtshalber sollen Messgeräte rund um den Bunker die Vibrationen ständig überwachen. „Die Lautstärke wird ähnlich hoch sein wie bei einem starken Kanonenschlag“, sagt Zeller.

Geplant sind zu Beginn der Abrissarbeiten zwei bis drei Sprengungen pro Tag, über zwei Wochen hinweg. Danach beißt sich vier Monate lang die Abbruchzange, nach Angaben Zellers die größte derartige Maschine in Deutschland, durch den Beton. „Wir wollen im Januar das feuchte, winterliche Wetter ausnutzen“, sagt der Abrissexperte. Denn dann werde wesentlich weniger Staub aufgewirbelt als etwa in heißen Sommermonaten. Zudem sitze im Winter kaum ein Anwohner auf seiner Terrasse, sodass die Lärmbelästigung nicht allzu groß ausfalle. Läuft alles nach Plan, kann Hochtief im Sommer 2012 mit dem Bau der neuen Häuser beginnen.

In der Ratspolitik kommt das Projekt schon jetzt gut an. „Die Neubauten werden das Zooviertel aufwerten“, sagt FDP-Baupolitiker Wilfried Engelke. Zudem verschwinde endlich ein Schandfleck im Viertel.

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