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Daniel Koch ist Spielmacher der Jugendnationalmannschaft im Rugby

Zu Hause in der List Daniel Koch ist Spielmacher der Jugendnationalmannschaft im Rugby

Schon seit er vier Jahre alt ist, spielt Daniel Koch leidenschaftlich Rugby. Vor zwei Jahren wurde er entdeckt und führt heute mit 15 Jahren die Rugby-Jugendnationalmannschaft an. Sportlich ist der Jugendliche aus der List aber noch lange nicht am Ziel angekommen.

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Daniel Koch, Kapitän der Jugendnationalmannschaft im Rugby, zu Hause in der List.

Quelle: Philipp von Ditfurth

List. Mit Wasser hat er eigentlich nicht soviel am Hut. Es sei denn, bei seinem Stammverein Germania List am Kanal wird mal wieder (s)eine Meisterschaft gefeiert. Dann flitzen die jugendlichen Rugbyspieler traditionsgemäß nackt eine Runde über den Platz, um anschließend ein Bad im Kanal zu nehmen. Das war es dann aber auch mit dem Wasser für den 15-jährigen Gymnasiasten aus der List. Sein Sport heißt Rugby. Und da ist er Kapitän.

Der sportliche Weg von Daniel Koch war gewissermaßen vorgezeichnet. „Schon mein Opa und mein Vater haben Rugby gespielt, also habe ich auch angefangen“, sagt der Nationalspieler. Seit er vier Jahre alt ist, kämpft er bei „Germania List“ mit dem ledernen Ei, etliche Sommerferien hat er bereits in Rugby-Camps verbracht. „Fußball habe ich nur so im Garten gespielt, Rugby hat mich mehr gereizt“, sagt der Leibnizschüler. Während eines Sichtungslehrgangs vor zwei Jahren wurde Daniel Koch aus der List dann entdeckt. „In der Niedersachsenauswahl hatte ich schon gespielt, jetzt wollten die mich für den Nationalkader“, erzählt Daniel Koch so lapidar als wäre es eine Selbstverständlichkeit.

Er besuchte Lehrgänge in Berlin, Heidelberg, Frankfurt und überzeugte ohne Ausnahme. Für seinen Erfolg muss er allerdings auch arbeiten. „Ich mache eigentlich fünf mal pro Woche Sport, dreimal Rugby-Training, einmal Laufen und einmal Krafttraining.“ Dabei sei der Körperbau bei seinem Sport eigentlich Nebensache. „Ob breit oder schmal, groß oder klein ist eigentlich wurscht, nur fit muss man sein.“

Daniel spielt in der Position des „Verbinders“. „Damit leite ich das Spiel, bin Spielmacher.“ Diese wichtige Position hat er offenbar so gut ausgefüllt, dass die Trainer der Jugend-Nationalmannschaft, in der er seit einem Jahr spielt, ihn zum Kapitän befördert haben. „Das ist natürlich schon toll, aber auch eine große Verantwortung“, sagt der 15-Jährige. Wenn zudem alle zwei Wochen ein Spiel sei, müsse er nicht nur trainieren, sondern auch zusehen, dass die Schule darunter nicht leidet. „Zum Glück klappt das ganz gut, nur Mathe kann ich einfach nicht.“

Am Ziel angekommen ist Daniel Koch sportlich aber noch längst nicht. „In einem Jahr mit der U 18 zur Europameisterschaft in Madrid zu fahren, das ist ein Traum.“ Später Profi-Rugbyspieler zu werden, sei in Deutschland allerdings eher unrealistisch. „Hier ist der Sport nicht so verbreitet und in Rugby-Ländern wie England mangelt es nicht am Nachwuchs.“ Da sei das ein Volkssport. Schließlich gebe es nicht einmal mehr in der einstigen Rugby-Hochburg Hannover Vereine oder Sponsoren, die für diesen Sport viel Geld in die Hand nehmen.

Die Trophäen in seinem Zimmer können sich sehen lassen. Gerade hat Daniel Koch mit seiner Mannschaft die deutsche Meisterschaft gewonnen und wurde auch noch als bester Spieler des gesamten Turniers ausgezeichnet. Und auch die Kapitänsbinde kann er gleich zweimal tragen: Schließlich ist er nicht nur erster Mann in der Nationalmannschaft, sondern auch in der Niedersachsenauswahl.

Zu Kopf ist ihm sein sportlicher Erfolg trotzdem nicht gestiegen. „Es macht einfach Spaß“, sagt er bescheiden. Dafür ist sein Vater und Jugendtrainer bei Germania List, Andreas Koch, umso stolzer auf seinen Sohn. „Der macht das einfach super.“ Und Daniel ist nicht der einzige in der Familie: Seine beiden jüngeren Brüder Nikki und Tim sind auf dem besten Wege, sportlich in die Fußstapfen des Kapitäns zu treten.

Susanna Bauch

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