Nach sieben Jahren, die sie getrennt von den übrigen Fachschülern im Annastift untergebracht waren, können die Schüler endlich ihre neuen Klassenräume im Stephansstift beziehen.
Als das Diakoniewerk als gemeinsame Einrichtung der beiden Häuser 2003 ins Leben gerufen wurde, mussten die 530 Schüler in zwei verschiedenen Gebäuden untergebracht werden. Jetzt wurde eine zusätzliche Etage im Hauptgebäude der Diakonie an der Kirchröder Straße geschaffen: Die auf 550 Quadratmeter verteilten Räume bekamen große, helle Fenster, ein freundliches Orange an den Wänden, eine energiesparende Wärmedämmung und einen behindertengerechten Fahrstuhl. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch die übrigen Etagen überholt. Die Umbaukosten von 1,2 Millionen Euro wurden von Bund und Land gemeinsam mit der Glücksspirale getragen.
Die Schüler, die zu Fachkräften für Sozial- und Gesundheitsberufe ausgebildet werden, wissen die Investition zu schätzen. Gut gelaunt nehmen sie ihre neuen Räume in Beschlag. „Wir freuen uns, endlich eine Gemeinschaft zu sein, nicht nur schulisch. Vorher hatten wir so gut wie keinen Kontakt, das war schade“, sagt Ninja Seidel, eine der Schülerinnen am Kolleg. Auch Schulleiter Manfred Marquardt ist zufrieden: „Es ist toll, dass wir endlich alle Klassen an einem Ort haben. Wir können damit dem steigenden Fachkräftebedarf gerecht werden und mehr Ausbildungsmöglichkeiten anbieten.“ Jetzt haben die Schüler des Diakonie-Kollegs erst einmal zwei Wochen Herbstferien – danach werden auch die letzten Spuren der Baustelle beseitigt sein.
Julia Osterwald
HAZ.de Anmeldung
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