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Diebe stehlen vergoldeten Leibniz-Keks
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List Diebe stehlen vergoldeten Leibniz-Keks

Unbekannte Diebe haben in Hannover das Wahrzeichen der Firma Bahlsen gestohlen. Sie montierten am Firmensitz den vergoldeten Leibniz-Keks ab, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

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Diebe haben das Wahrzeichen der Firma Bahlsen gestohlen.

Quelle: Zgoll

List. Letzten Endes war es nur ein Keksdiebstahl in Hannover, und doch nahmen Medien aus dem ganzen Land davon Notiz. Denn Unbekannte hatten nicht einfach irgendeinen Keks entwendet, sondern den goldenen Leibniz-Keks aus dem Firmenwahrzeichen am Bahlsen-Gebäude im Stadtteil List. Wie sie das angestellt haben, ist bisher ein Rätsel. Bis zu seinem Verschwinden hatte das goldene Gebäck fünf Meter über dem Trottoir an der Außenfassade zur äußerst belebten Podbielskistraße gehangen.

So groß die Aufregung nach Bemerken des Diebstahls war, so wenig war das Abhandenkommen des Kekses zunächst aufgefallen. Denn seit wann genau er fehlt, ist nicht ganz klar. Die Polizei kann nur vermuten, dass der Diebstahl irgendwann zwischen dem 4. und 21. Januar verübt wurde.

Sehr unauffällig können die Diebe dabei eigentlich nicht vorgegangen sein. Der Keks aus vergoldetem Messing wiegt etwa 20 Kilogramm. Er ist zirka 50 Zentimeter breit, 40 Zentimeter hoch und vier Zentimeter dick. „Den klemmt man sich nicht einfach mal so unter den Arm und klettert eine Leiter hinunter“, sagt eine Unternehmenssprecherin. Sie vermutet, dass die Täter einen Hubwagen oder etwas ähnliches eingesetzt haben. Ein Bahlsen-Mitarbeiter will den Keks noch am 4. Januar zwischen den beiden „Brezelmännern“ an der Außenfassade gesehen haben, sagt die Sprecherin. Der Mann habe sich an dem betreffenden Tag über das Firmenwahrzeichen unterhalten, deswegen sei er ganz sicher. Für den Zeitraum danach hat die Polizei bisher niemanden gefunden, der eine sichere Aussage über den Verbleib des Kekses machen kann. Klar ist nur: Am vergangenen Montag fiel einer Mitarbeiterin auf, dass er weg war.

Welchen Materialwert der riesige Leibniz-Keks hat, weiß das Unternehmen nicht. Der Blattgoldüberzug sei relativ dünn. Für den Gebäckhersteller hat er aber einen hohen ideellen Wert. „Das Firmenzeichen hängt dort seit genau hundert Jahren“, sagt die Sprecherin. Auch unter Kunstfreunden dürfte das Stück einiges wert sein. Die Fassade und die Verzierungen des 1911 errichteten Jugendstilgebäudes wurden von namhaften Künstlern wie Paula Modersohn-Becker und Ernst Barlach entworfen.

Die Polizei bittet nun um Hinweise, um den Keksdieben auf die Spur zu kommen. Wer zwischen dem 4. und 21. Januar, vor allem in den Abendstunden, Verdächtiges bemerkt hat, möge sich bei der Polizeiinspektion Ost unter (05 11) 1 09 27 17 melden.

Christian Link

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