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Drängelei an Baustelle ärgert Passanten

Ferndinand-Wallbrecht-Straße Drängelei an Baustelle ärgert Passanten

Am Baustellenbereich auf der Ferdinand-Wallbrecht-Straße wird es für Fußgänger und Radfahrer zur Zeit eng. Passanten und Anwohner klagen über die unübersichtliche Lage und fordern ein Verkehrsschild, wonach Radfahrer an der Baustelle absteigen müssen.

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Auf dem eingeschränkten Gehweg an der Baustelle auf der Ferndinand-Wallbrecht-Straße in der List wird häufig gedrängelt, die Lage ist unübersichtlich.

Quelle: Hagemann

List. Für Fußgänger, Radfahrer und Bauarbeiter ist der Weg am Baustellenbereich auf der Ferndinand-Wallbrecht-Straße zwischen Wöhlerstraße und Steinmetzstraße seit Wochen eine gefährliche Angelegenheit. An manchen Stellen ist der Weg entlang der offenen Wegedecke weniger als zwei Meter breit und durch Baugeräte oder Absperrungen versperrt. Das soll auch noch die kommenden Wochen so bleiben, denn die Arbeiten der Stadtwerke an den Wasserleitungen und die Wiederherstellungsarbeiten in diesem Bereich seien noch bis zum 2. September angemeldet, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

Indes beschweren sich Anwohner über die unübersichtliche Lage an der Baustelle. „Für mich ist das Durchkommen hier mühsam“, sagt Marina Hellweg. Schon häufig sei die 58-Jährige von Radfahrern bedrängt worden. „Viele wollen einfach nicht absteigen und fangen dann noch an zu schimpfen“, sagt sie empört.

Was fehlt, sei eine Beschilderung, die das Absteigen vom Rad vorsehe. Solch ein Verkehrzeichen hätte es jedoch gegeben, erklärt ein Bauarbeiter, und zwar direkt am Anfang des Bauabschnitts an der Wöhlerstraße vor dem Café Tabac. Nur hätte die Baufirma das Schild wieder abnehmen müssen. Sie sei nicht dazu befugt gewesen, das Verkehrszeichen aufzuhängen, erklärt Dix. Daraufhin veranlasste die Straßenverkehrsbehörde bei einer Kontrolle das Entfernen, weil – wie die Stadt mitteilt – mit der nötigen Rücksichtnahme auch die eingeschränkten Flächen gut zu befahren und begehen seien. Bei der Sanierung der Wasserleitungen im öffentlichen Straßenraum seien Einschränkungen eben nicht zu verhindern, sagt Dix.

Diese Einschränkungen kennt auch Katerina Sklavenitis, die Inhaberin des Café Tabacs. Wegen der Baustelle fehlen dem Café sechs Tische im Außenbereich, außerdem werde heute oder am morgigen Freitag für einige Zeit das Wasser abgestellt. „Auch der Wintergarten sollte abgerissen werden, weil darunter die Leitungen verlaufen“, erklärt Sklavenitis. Das konnte jedoch noch verhindert werden.

Sklavenitis beobachtet den Verkehr auf dem eingeschränkten Gehweg täglich. „Dort beharrt jeder auf seinem Recht, wer nicht aufpasst, wird angefahren“, sagt sie.

„Mir ist es einfach zu gefährlich, hier zu fahren“, sagt ein Passant, der von seinem Fahrrad absteigt – aus Rücksicht auf andere, doch besonders aus Angst um seine eigene Gesundheit. Die Baustelle sei in manchen Bereichen unzureichend gesichert und die Bauarbeiter hätten in ihren Fahrzeugen auch nicht immer den sichersten Blick für Fußgänger und Radfahrer. Dass in der schmalen Gasse manche nicht vom Rad steigen, könne er nicht verstehen. Auch nachts sei es ihm auf der Strecke viel zu gefährlich. „Wenn es dunkel ist, funktionieren einige der Baustellenlampen nicht“, sagt er. Die Stadt habe bereits die Baufirmen aufgefordert, die Beleuchtung entlang der Baustelle zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen, sagt Dix. Doch bis zum ersten Unfall, da sind sich die Anwohner einig, dauert es nicht mehr lange.

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