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Ost Ein „Netzwerkbild“ zum Schulgeburtstag
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Ein „Netzwerkbild“ zum Schulgeburtstag
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09:15 27.06.2013
Von Stefanie Kaune
Kunstwerk aus 200 einzelnen Keramikfliesen: Clarissa und Nadine (von links) helfen mit beim Malen des Hauptmotives des „Netzwerkbildes“ der IGS Roderbruch. Quelle: Michael Wallmüller
Groß-Buchholz

Nun fehlen nur noch zehn Jahre zu einem halben Jahrhundert: Ende August feiert die Integrierte Gesamtschule (IGS) Roderbruch mehrere Tage lang ihren 40.Geburtstag mit allem, was dazu gehört. Geplant sind ein Festakt, ein Schulfest, Vorträge und ein Ehemaligentreffen. Außerdem wird ein ganz besonderes Kunstwerk enthüllt: Das drei mal fünf Meter große „Netzwerkbild“, das 200 Schüler, Lehrer und Eltern jetzt unter Anleitung des hannoverschen Künstlers Guido Kratz gemeinsam geschaffen haben. Es besteht aus 200 bunt bemalten Keramikfliesen und soll im August im Foyer der IGS aufgehängt werden.

„Das Bild soll zugleich Gemeinschaft und Individualität ausdrücken“, sagt Kratz. Dafür hat er ein spezielles Verfahren ersonnen: Die Fliesen stehen symbolisch für die Teilnehmer des Projektes und sind sozusagen zweimal bemalt worden - einmal von jedem Einzelnen, und am Ende noch einmal von allen gemeinsam. In dem zweitägigen Workshop in der Turnhalle der IGS zur Leitfrage „Wie soll unsere Schule in Zukunft aussehen?“ konnte zunächst jeder eine eigene Idee entwickeln und „seine“ persönliche Fliese danach gestalten. Manches Motiv blieb abstrakt, doch auch Weltkugeln, Friedenstauben, bunte Puzzleteile und Baumhäuser waren zu entdecken. Danach wurden die Fliesen zusammengesetzt und mit weißer Glasur überzogen - wobei jeweils eine kleine Ecke ausgespart wurde. Die Teilnehmer bildeten Arbeitsgruppen, die sich auf Grundlage der entwickelten Motive ein Gesamtmotiv überlegten. Das wurde dann als Gemeinschaftswerk auf die weiße Glasur aufgetragen, während zugleich die ausgesparten Flächen der ersten Bemalung weiter sichtbar blieben.

Ein Ort des multikulturellen und friedlichen Miteinanders

Das am Ende ausgewählte Motiv zeigt zentral die obere Rundung einer Weltkugel. Im Vordergrund greifen ein weißer und ein schwarzer Arm ineinander, im Hintergrund ist die IGS Roderbruch mit ihrer gelben Außenfassade zu sehen. Sie wird von Graffiti-Sprayern mit Bildern von Kindern aller Nationalitäten verziert. Die IGS, lautet die Botschaft, ist eine Schule, an der ein multikulturelles, friedliches Miteinander herrscht. Und wenn mal einer mit der Spraydose unterwegs ist, soll er wenigstens Graffiti in diesem Sinne hinterlassen.

„Es ist toll, wie sich die Schüler, aber auch die Erwachsenen engagiert haben“, lobt Lehrerin Brigit Saure, die den Workshop organisiert hatte. 50 Lehrer und Eltern hatten teilgenommen. Die Schüler haben zum Teil mehr Zeit in das Kunstprojekt investiert, als sie sonst Unterricht gehabt hätten. Jeweils fünf Stunden wurde an den beiden Tagen gearbeitet. „An einem der Tage hätte ich nur zwei Stunden gehabt“, erzählt die 13-jährige Liv. Die Mitarbeit am Bild zum Schulgeburtstag sei aber etwas Besonderes. „Eine Keramik hält ewig. Und mein kleiner Bruder kann sich anschauen, wobei ich mitgemacht habe, wenn er hier in der Schule ist“, sagt sie. Connor, auch 13 Jahre alt, hatte ebenfalls viel Spaß mit der Kunst: „War mal etwas anderes.“ Das Bild wird nun wieder in seine Einzelteile zerlegt und kommt dann in den Brennofen - ehe es ab August das Schulfoyer schmückt.

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